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Test Mercedes-Benz EQS: Was sagen Besitzer und Experten wirklich?

Mercedes-Benz EQS im Test: Echte Besitzererfahrungen, typische Schwachstellen, Praxisreichweite, Gebrauchtwagenpreise und Unterhaltskosten – unser abschließendes Fazit.

1. November 2026

Mercedes-Benz EQS

Einleitung

Als luxuriöses Oberklasse-Flaggschiff bildet der Mercedes-Benz EQS die Speerspitze des rein elektrischen Portfolios der Marke. Er basiert auf einer eigenständigen Elektroplattform und wird ausschließlich als fünftürige Fließhecklimousine gefertigt, womit er eine aerodynamisch fließende Silhouette mit der Ladeflexibilität einer großen Heckklappe vereint.

Dieser Testbericht widmet sich der ersten Generation, die im Mai 2021 in Serie ging und ab Ende September 2021 erstmals an europäische Kunden ausgeliefert wurde. Im April 2024 feierte eine umfassende Modellpflege Premiere: Sie brachte den klassischen, aufrecht stehenden Haubenstern zurück und ergänzte eine neu gestaltete, bündige Frontmaske, eine größere Batteriekapazität sowie eine erhöhte Anhängelast. Eine darauffolgende technische Überarbeitung im April 2026 führte schließlich ein 800-Volt-Bordnetz und aktualisierte Antriebseinheiten ein.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt spricht der elektrische Mercedes-Benz EQS vor allem geschäftliche Langstreckenpendler, Flottenbetreiber im gehobenen Segment sowie Chauffeurdienste an, die entspanntes Reisen bei hohem Tempo mit dem alltagstauglichen Zugang zu einem geräumigen Gepäckabteil kombinieren möchten.

Erfahrungen der Besitzer: häufige Mängel und Rückrufe

In Erfahrungsberichten von Besitzern des Mercedes-Benz EQS stehen anfängliche Software-Kinderkrankheiten häufig im Mittelpunkt. Fahrer berichten von Fällen, in denen das optionale Dreifach-Display auf dem Armaturenbrett beim Hochfahren schwarz blieb oder einfror, vereinzelt begleitet von unbegründeten Warnmeldungen der Fahrerassistenzsysteme. Offizielle Service-Bulletins bestätigen, dass ein Update der Telematik- und Infotainment-Software in einer Vertragswerkstatt oder „Over-the-Air“ das Problem in den meisten Fällen behebt; Hardware-Austausche blieben auf vereinzelte, dauerhaft nicht reagierende Einheiten beschränkt. Ein weiteres, von Besitzern gemeldetes Problem betrifft die 12-Volt-Bordnetzbatterie. Nach längeren Standzeiten zeigten manche Fahrzeuge kritische Batteriewarnungen im Kombiinstrument an und verweigerten die Fahrbereitschaft. Die Abhilfe umfasst ein Werkstatt-Softwareupdate zur Neukalibrierung der Aufwach-Parameter des Hochvolt-zu-Niedervolt-Wandlers sowie den Austausch der Batterie, falls eine Tiefentladung eingetreten ist.

In Testberichten der Fachpresse und Erfahrungsberichten von Besitzern wird das Bremsverhalten bei Vor-Facelift-Modellen aus den Baujahren 2021 bis Anfang 2024 häufig kritisiert. Bei diesen Fahrzeugen bemängeln Tester eine irritierende Eigenbewegung des Bremspedals beim Übergang zwischen regenerativer und mechanischer Bremsung, verbunden mit einem schwammigen Druckpunkt zu Beginn des Pedalwegs. Eine ab April 2024 ab Werk eingeführte Überarbeitung brachte modifizierte Bremszylinder und eine überarbeitete Pedal-Ansteuerungssoftware – ältere Fahrzeuge können dieses verbesserte Pedalgefühl jedoch nicht allein per Software nachbilden. Da die starke Rekuperation den Großteil der alltäglichen Verzögerungen übernimmt, berichten Besitzer zudem von Flugrost und verglasten Bremsscheiben, sofern nicht regelmäßig beherzt gebremst wird. Hinzu kommt: Das hohe Drehmoment des Elektroantriebs und das enorme Leergewicht führen zu erhöhtem Reifenverschleiß, vor allem an den Innenschultern der Hinterräder.

Mehrere offizielle europäische Sicherheitsrückrufe betrafen elektrische Hardware, Softwarekalibrierungen sowie mechanische Verschraubungen über den gesamten Produktionszeitraum des elektrischen Mercedes-Benz EQS.

Verifizierte europäische Sicherheitsrückrufe

Betroffene KomponenteBauzeitraumFehlerbeschreibungWerkstattmaßnahme
BremssattelschraubenFebruar 2021 – September 2021Die Befestigungsschrauben der vorderen Bremssättel entsprechen möglicherweise nicht den Vorgaben, was ein Lösen zur Folge haben könntePrüfung und Austausch der vorderen Bremssattel-Befestigungsschrauben
Antriebsstrangsteuerung2021 – 2023Eine fehlerhafte Software-Überwachungslogik könnte eine unerwartete Deaktivierung des elektrischen Antriebs auslösenAufspielen einer aktualisierten Steuerungssoftware auf das Antriebsstrang-Steuergerät
Befestigungen der hinteren SicherheitsgurteJanuar 2021 (inklusive Vorserie) – April 2023Die Befestigungsschrauben der Gurte sind möglicherweise nicht vorschriftsmäßig festgezogen und könnten sich durch Vibrationen lösenÜberprüfung und Nachziehen aller Befestigungsschrauben der hinteren Sicherheitsgurte auf das Herstellermoment
80-Ampere-PyrosicherungsboxFebruar 2023 – November 2023Kontaktunterbrechungen oder erhöhte Übergangswiderstände an der Sicherung können zum Antriebsausfall oder zu einer Brandgefahr führenAustausch des betroffenen Sicherungskastens gegen ein geprüftes Bauteil
Nachgearbeitete SicherungskästenJanuar 2023 – Oktober 2023Unsachgemäß nachgearbeitete Sicherungskästen können zu Kontaktunterbrechungen oder Sicherungsausfällen führen; BrandgefahrÜberprüfung und Austausch verdächtiger Sicherungskästen
eCall-KommunikationseinheitApril 2021 – Juni 2025Eine fehlerhafte Modulkonfiguration kann den internen Speicher beschädigen und die Notruffunktion (eCall) deaktivierenAustausch des Steuergeräts des Kommunikationsmoduls
Radschrauben-AnzugsmomentNovember 2022 – Dezember 2025Radschrauben wurden nicht mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen, wodurch die Gefahr eines Lösens bestehtPrüfung und Nachziehen aller Radschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment
Batteriemanagementsystem2022 – 2024Ein kontinuierliches Auflaufen von Diagnoseanfragen führt zu einem Speicherüberlauf, was eine unerwartete Abschaltung der Hochvoltschütze auslösen kannWerkstatt-Softwareupdate des Batteriemanagementsystems (BMS)

🔍 Worauf vor dem Kauf zu achten ist

  • Offizielle Durchführung aller Rückrufe in den Herstellerregistern anhand der Fahrgestellnummer (VIN) prüfen – insbesondere Softwareupdates des Antriebsstrangs, getauschte Sicherungskästen und überprüfte Radschrauben-Drehmomente.
  • Einen Werkstatt-Diagnoseauszug zum Zustand der Hochvoltbatterie (State of Health, SoH) anfordern und die lückenlose Wartungshistorie im Herstellernetzwerk über CarAudit überprüfen.
  • Reifenprofiltiefe sowie das Verschleißbild an den Innenschultern kontrollieren und sicherstellen, dass Ersatzreifen die korrekte Extra-Load-Kennung (XL) sowie geräuschdämpfende Schaumstoffeinlagen besitzen.
  • Alle vier Bremsscheiben auf Oberflächenkorrosion oder Verglasung durch häufiges Rekuperieren prüfen und bei Fahrzeugen der Baujahre 2021 bis Anfang 2024 das Ansprechverhalten und den Leerweg des Bremspedals testen.
  • Anhand der digitalen Ausstattungsliste prüfen, ob die 10-Grad-Hinterachslenkung dauerhaft ab Werk freigeschaltet ist oder als zeitlich befristetes Digital-Abo hinterlegt wurde.

Motoren: welcher passt

Der Mercedes-Benz EQS setzt voll und ganz auf reine Batterie-Elektroantriebe und ist über drei verschiedene Produktionsphasen hinweg entweder mit einem Heckmotor oder als zweimotorige Allradversion erhältlich.

MotorisierungKraftstoffLeistungDrehmomentAntriebGetriebeModelljahre
EQS 350Elektro215 kW (292 PS)565 NmHeckantrieb1-Gang-Automatik2022
EQS 450+Elektro245 kW (333 PS)565–568 NmHeckantrieb1-Gang-Automatik2021–2023
EQS 450+Elektro265 kW (360 PS)568 NmHeckantrieb1-Gang-Automatik2023–2026
EQS 450+Elektro300 kW (408 PS)505 NmHeckantrieb2-Gang-Automatik2026–heute
EQS 400Elektro270 kW (367 PS)505 NmHeckantrieb2-Gang-Automatik2026–heute
EQS 450 4MATICElektro265 kW (360 PS)800 NmAllradantrieb1-Gang-Automatik2022–2026
EQS 500 4MATICElektro330 kW (449 PS)828–855 NmAllradantrieb1-Gang-Automatik2022–2026
EQS 500 4MATICElektro350 kW (476 PS)750 NmAllradantrieb2-Gang-Automatik2026–heute
EQS 580 4MATICElektro385 kW (523 PS)855–858 NmAllradantrieb1-Gang-Automatik2021–2023
EQS 580 4MATICElektro400 kW (544 PS)858 NmAllradantrieb1-Gang-Automatik2023–2026
EQS 580 4MATICElektro430 kW (585 PS)800 NmAllradantrieb2-Gang-Automatik2026–heute
Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+Elektro484 kW (658 PS)950 NmAllradantrieb1-Gang-Automatik2021–2025
Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ (Dynamic Plus)Elektro560 kW (761 PS)1.020 NmAllradantrieb1-Gang-Automatik2021–2025

Für Stadtfahrten und kürzere Pendelstrecken im Umland bietet das kurzlebige Einstiegsmodell EQS 350 als Gebrauchtwagen ein angenehm leises Vorankommen – allerdings ist er auf dem Markt nur selten zu finden.

Im gemischten Fahrbetrieb und auf langen Autobahnetappen markiert der heckgetriebene EQS 450+ die ideale Wahl innerhalb der Baureihe. Unabhängige Tests loben seine harmonische Kraftentfaltung und das souveräne Gleiten bei hohem Tempo; zudem erzielt er unter realen Bedingungen die größte Langstreckenreichweite aller Varianten.

Wer regelmäßig bei widrigen winterlichen Bedingungen unterwegs ist oder Anhänger ziehen möchte, ist mit dem allradgetriebenen Mercedes-Benz EQS besser bedient. Sowohl der EQS 450 4MATIC als auch der EQS 500 4MATIC überzeugen mit verlässlicher Traktion und zügigen Zwischensprints, ohne den Effizienznachteil der noch stärkeren Topmodelle in Kauf nehmen zu müssen. Wer den EQS als Zugfahrzeug nutzen möchte, sollte gezielt nach Facelift-Modellen Ausschau halten, da Mercedes bei diesen die Anhängelast ab Werk spürbar angehoben hat.

An der Spitze des regulären Modellprogramms sorgt der zweimotorige EQS 580 4MATIC für mühelos schnelles, gelassenes Reisen mit spürbarem Fokus auf den Komfort der Passagiere. Der Mercedes-AMG EQS 53 4MATIC+ wiederum begeistert mit fulminantem Antritt aus dem Stand, büßt auf kurvigen Landstraßen angesichts seiner enormen Masse jedoch an Agilität ein.

Reichweite und Laden im Alltag

Sowohl Besitzer als auch Autotester schätzen den elektrischen Mercedes-Benz EQS als erstklassigen Reisewagen, wobei die einmotorigen Hecktriebler auf freier Strecke die größten Distanzen zurücklegen. Zwar sinkt die Autobahnreichweite bei frostigen Temperaturen merklich, doch das Thermomanagement und die Vorkonditionierung über die integrierte Navigation fangen diesen Effekt verlässlich auf. Das Schnellladen auf Langstrecken funktioniert am besten, wenn Ladestopps fest in die Routenführung eingeplant werden, damit die Hochvoltbatterie rechtzeitig vor der Ankunft ihre optimale Temperatur erreicht. Während frühe Modelljahre an älteren Ladesäulen vereinzelt unter Verbindungsabbrüchen litten, sorgen spätere Software-Updates für konstant zügige und berechenbare Ladekurven.

Platz & Praktikabilität

AbmessungWert
Länge5.216–5.225 mm
Breite (ohne Außenspiegel)1.926 mm
Höhe1.510–1.520 mm
Radstand3.210 mm
Kofferraumvolumen (Sitze aufgestellt / umgeklappt)610 / 1.770 l

Die Abmessungen gelten für die regulären Limousinenmodelle; Versionen mit AMG Line Exterieur sowie die AMG-Performance-Modelle weisen bei Länge und Fahrzeughöhe geringfügige Abweichungen auf.

Statt eines herkömmlichen Kofferraumdeckels setzt der elektrische Mercedes-Benz EQS auf eine große Fließheckklappe, die eine breite und hervorragend zugängliche Ladeöffnung freigibt. Zur hohen Alltagstauglichkeit trägt zudem die dreigeteilt umlegbare Rücksitzbank mit Durchladeöffnung für längere Gegenstände bei. Unter der Fronthaube befindet sich kein zusätzlicher Stauraum (Frunk); der Zugang ist für Kunden gesperrt, und das Scheibenwaschwasser wird über eine separate Klappe im linken vorderen Kotflügel nachgefüllt.

Im Fond der Mercedes-Benz EQS Limousine fällt die Beinfreiheit überaus großzügig aus, die geschwungene Dachlinie schränkt den Kopfraum im Vergleich zu klassischen Stufenhecklimousinen jedoch spürbar ein. Weil der Fahrzeugboden durch das darunterliegende Batteriegehäuse relativ hoch aufbaut, bietet die Rückbank zudem weniger Oberschenkelauflage als traditionelle Oberklasse-Limousinen. In Längsrichtung lässt sich die Fondbank nicht verschieben, mit den optionalen Komfortausstattungen für den Fond lässt sich die Lehnenneigung jedoch elektrisch justieren.

Was die Tests sagen

In Fachtests wird der Mercedes-Benz EQS bei höherem Tempo als ausgesprochen leise beschrieben; dank seiner windschlüpfigen Karosserie schirmt er Wind- und Abrollgeräusche souverän ab. Auf schnellen Autobahnetappen fährt er sich gelassen und erhaben, im innerstädtischen Bereich muss er sich jedoch Kritik gefallen lassen: Über scharfen Fahrbahnkanten und abgesenkten Kanaldeckeln neigen die Räder zu spürbarem Stuckern. Auf welligen Landstraßen sorgen die weiche Federung und das enorme Fahrzeuggewicht für merkliche Nickbewegungen und Nachschwingen, was sich über straffere Fahrwerksmodi jedoch spürbar beruhigen lässt. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und spricht aus der Mittellage heraus direkt an, wirkt allerdings deutlich entkoppelt und bietet unabhängig vom gewählten Fahrprogramm kaum Rückmeldung von der Straße.

Der Innenraum empfängt die Insassen mit einem opulenten Ambiente, die Ergonomie spaltet jedoch die Gemüter. Kapazitive Touch-Slider am Lenkrad und verschachtelte Menüs auf dem Touchscreen lenken beim Fahren unnötig ab. Vereinzelte Details wie die etwas plastikhaft wirkenden Lenkstockhebel wollen zudem nicht so recht zum Anspruch einer Flaggschiff-Limousine passen. Nach Ansicht der Tester bietet die Konkurrenz zwar das schärfere Handling und mehr Fahrspaß, doch der EQS bleibt konsequent auf maximalen Langstreckenkomfort ausgerichtet.

Preise und Marktangebot

Alle Diagramme in diesem Abschnitt basieren auf Carvagos Inseraten für die gesamte Modellfamilie des Mercedes-Benz EQS und schließen auch andere im Datenbestand vertretene Generationen ein, nicht nur die hier getestete. Die genannten Werte weisen daher kein eigenständiges Preisniveau für die besprochene Generation aus. Auf dem aktuellen Markt liegt der mittlere Angebotspreis für das Modelljahr 2021 bei 67.600 € und für 2022 bei 68.000 €. Jüngere Baujahre weisen höhere Werte auf: Bei Fahrzeugen aus dem Jahr 2023 liegt der mittlere Angebotspreis bei 78.900 €, bei Modellen von 2026 bei 110.000 €.

Zwischen April und September 2026 bewegte sich die Zahl der aktiven Inserate für den Mercedes-Benz EQS zwischen einem Tiefstand von 776 im Juni und 874 zu Beginn des Zeitraums. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht, wie sich das monatliche Inserateaufkommen in diesen sechs Monaten entwickelt hat.

Mercedes-Benz EQS - Verfügbarkeit über Zeit

Anzahl aktiver Inserate im Zeitverlauf

MonatMercedes-Benz EQS
2026-04874
2026-05813
2026-06776
2026-07857
2026-08859
2026-09888

Quelle Carvago

Bis September 2026 kletterte das Angebot wieder auf 888 Inserate, sodass Kaufinteressenten auf dem Markt durchweg eine breite Auswahl an Fahrzeugen zur Verfügung stand.

Der mittlere Angebotspreis für aktuell inserierte Fahrzeuge des Baujahrs 2021 liegt bei 67.600 €, während er bei aktuell angebotenen Exemplaren des Baujahrs 2026 einen Wert von 110.000 € erreicht. Die nachstehende Grafik veranschaulicht, wie sich diese mittleren Angebotspreise über die einzelnen Baujahre hinweg im Vergleich darstellen.

Mercedes-Benz EQS - Medianpreis nach Baujahr

Medianpreis der Inserate nach Baujahr

BaujahrMercedes-Benz EQS
202167 600
202268 000
202378 900
202485 700
202589 900
2026110 000

Quelle Carvago

Wer frühere Modelljahre ins Auge fasst, sieht sich mit mittleren Angebotspreisen von 67.600 € für Inserate aus dem Jahr 2021 und 68.000 € für Angebote aus 2022 konfrontiert. Der Wechsel zu den neuesten Modelljahren schlägt sich in mittleren Angebotspreisen von 89.900 € für 2025 sowie 110.000 € für 2026 nieder.

In den sechs erfassten Monaten entfiel das gesamte Angebot ausnahmslos auf Elektromodelle: Die Zahl der inserierten Fahrzeuge entwickelte sich von 874 im April 2026 auf 888 im September 2026. Die nachfolgende Grafik zeigt die monatlichen Zahlen über alle Antriebsarten hinweg.

Mercedes-Benz EQS - Angebot nach Kraftstoff

Angebotszusammensetzung nach Kraftstoff

MonatElektrisch
2026-04874
2026-05813
2026-06776
2026-07857
2026-08859
2026-09888

Quelle Carvago

Da im gesamten Zeitraum weder Benziner noch Diesel oder Hybridvarianten verzeichnet wurden, finden Kaufinteressenten auf dem Markt ein ausnahmslos vollelektrisches Angebot vor.

Zwischen April 2026 und September 2026 startete der durchschnittliche Angebotspreis für den Mercedes-Benz EQS bei 70.400 € und kletterte im Mai auf 70.800 €, bevor er über die Sommermonate hinweg leicht nachgab, wie unten im Detail aufgeführt.

Mercedes-Benz EQS - Preisentwicklung

Entwicklung des Durchschnittspreises

MonatMercedes-Benz EQS
2026-0470 400
2026-0570 800
2026-0670 700
2026-0770 500
2026-0869 800
2026-0969 000

Quelle Carvago

Im September 2026 lag der durchschnittliche Angebotspreis schließlich bei 69.000 €, was gegenüber April einem Rückgang von insgesamt rund 2 % entspricht. Gemessen am Gesamtwert des Fahrzeugs fällt diese moderate Veränderung kaum ins Gewicht – über den sechsmonatigen Zeitraum hinweg gab es somit kaum nennenswerte Preisbewegungen.

Vor- und Nachteile

Mercedes-Benz EQS

Vorteile

Sehr leises Reisen bei hohem Tempo dank minimaler Wind- und Abrollgeräusche

Hohe reale Langstreckenreichweite bei den einmotorigen Modellen mit Heckantrieb

Praktische Fließheckklappe mit breiter Ladeöffnung

Nachteile

Schwammiges und künstliches Bremspedalgefühl bei Modellen vor dem Facelift

Eingeschränkte Kopffreiheit und unzureichende Oberschenkelauflage im Fond

Ablenkende Touch-Slider am Lenkrad und verschachtelte Menüs auf dem Touchscreen

Häufig gestellte Fragen

Auf der Langstrecke erweist sich der heckgetriebene EQS 450+ als ausgewogenste Option: Er glänzt mit souveränem Reisekomfort und der höchsten Reichweite unter realen Bedingungen. Wer hingegen häufig bei widrigen winterlichen Bedingungen unterwegs ist oder Anhänger zieht, greift besser zu einem allradgetriebenen Mercedes-Benz EQS – idealerweise ab der Modellpflege vom April 2024, da hier die werkseitige Anhängelast spürbar angehoben wurde.

Fahrzeuge aus den Baujahren 2021 bis Anfang 2024 stehen häufig wegen ihres künstlichen, schwammigen Bremspedalgefühls in der Kritik, das sich auch per Software-Update nicht vollständig beheben lässt. Frühe Exemplare neigten zudem zu einfrierenden Cockpit-Displays und einer entladenen 12-Volt-Bordnetzbatterie nach längeren Standzeiten.

Prüfen Sie anhand der Fahrgestellnummer (FIN) unbedingt, ob alle offiziellen Sicherheitsrückrufe durchgeführt wurden, und lassen Sie den Zustand der Hochvoltbatterie (State of Health) per Werkstattdiagnose auslesen. Ebenso wichtig ist die Kontrolle der Hinterreifen, deren Innenschultern zu vorzeitigem Verschleiß neigen.

Über das gesamte Marktangebot hinweg liegt der mittlere Einstiegspreis für einen Mercedes-Benz EQS der ersten Baujahre bei rund 67.600 Euro; jüngere Modelle sind entsprechend teurer.

Quellen: mercedes-benz-media.co.uk, adac.de, oeamtc.at, ec.europa.eu, autocar.co.uk

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz erstellt. Garant der Sektion ist Petr Dušek.

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