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Test Volkswagen Caddy: Was sagen Besitzer und Experten wirklich?

Volkswagen Caddy im Test: Echte Erfahrungen von Besitzern, bekannte Schwachstellen, die besten Motoren und praktisches Platzangebot – alles, was Sie vor dem Kauf wissen müssen.

18. Oktober 2026

Volkswagen Caddy

Einleitung

Die fünfte Generation des Volkswagen Caddy nimmt eine eigenständige Stellung zwischen klassischen leichten Nutzfahrzeugen und herkömmlichen Familien-Pkw ein. Mit dem Wechsel auf die MQB-evo-Plattform lief die Fertigung dieser Baureihe im Oktober 2020 an; die ersten Auslieferungen auf den europäischen Märkten folgten im November 2020. Dieser Testbericht befasst sich ausschließlich mit Modellen aus dem Produktionszeitraum von Ende 2020 bis 2026.

Die Baureihe bietet zwei Karosserielängen: den Standardradstand sowie die Langversion Maxi mit verlängertem Radstand. Käufer haben die Wahl zwischen geschlossenen Kastenwagen, vielseitigen Ausführungen mit klappbarer Trennwand, werkseitigen Camping-Modellen und Pkw-Varianten mit bis zu sieben Sitzplätzen.

Der Volkswagen Caddy als Pkw richtet sich vor allem an Familien, Gewerbetreibende und freizeitorientierte Käufer, die einen hohen Nutzwert mit einer modernen Pkw-Fahrwerksarchitektur verbinden möchten: Er kombiniert die praktischen Vorzüge eines kastenförmigen Raumkonzepts mit der vertrauten Bedienung eines typischen Pkw. Die folgenden Abschnitte beleuchten Zuverlässigkeit und Langzeiterfahrungen, das Motorenangebot, die Variabilität im Innenraum sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Erfahrungen der Besitzer: häufige Mängel und Rückrufe

In den ersten Produktionsjahren der fünften Generation des Volkswagen Caddy häuften sich die Besitzerbeschwerden über die Bordelektronik. Bei Fahrzeugen der Baujahre 2020 bis 2023 berichten Testberichte und Fahrer von eingefrorenen Touchscreens, trägen Systemstarts, schwarzen Zentraldisplays beim Anlassen sowie sporadischen Ausfällen der Fahrassistenzsysteme oder des Notrufmoduls. Bei den meisten betroffenen Exemplaren ließen sich diese Softwareabstürze durch Werkstatt- und Over-the-Air-Updates beheben, vereinzelt musste bei frühen Modellen jedoch die Infotainment-Hardware komplett ausgetauscht werden.

In einschlägigen Foren bemängeln Besitzer von Modellen mit Standard- wie auch mit langem Radstand immer wieder die seitlichen Schiebetüren. Auf unebener Fahrbahn führen schlecht eingestellte Türschlösser zu metallischem Klappern und Poltern, während verschlissene oder unzureichend anliegende Dichtungen bei höherem Tempo Windgeräusche verursachen. Zudem wird häufig berichtet, dass die unteren Führungsrollen Klarlack und Lackierung in der Laufschiene am Schweller abtragen können. Fehlt eine Schutzfolie oder wird die Türführung nicht rechtzeitig nachjustiert, liegt dort schnell das blanke Blech frei. Beim Diesel-Volkswagen Caddy mit 2.0-TDI-Motor monieren Halter außerdem Verzögerungen bei der Erkennung des AdBlue-Füllstands nach dem Nachfüllen: Häufig muss die Zündung vor dem Motorstart mehrere Minuten eingeschaltet bleiben oder eine längere Strecke gefahren werden, bis der Ultraschallsensor den Füllstand registriert und die Warnung im Kombiinstrument erlischt.

Auf dem europäischen Markt wurden für diese Modellgeneration bereits mehrere Sicherheitsrückrufe veranlasst. Die umfangreichste Maßnahme, registriert im September und Oktober 2026, umfasst weltweit 2.159.054 Fahrzeuge verschiedener Konzernmodelle aus dem Produktionszeitraum vom 24. September 2013 bis zum 1. Juli 2024. Laut offiziellem Rückrufbericht kann eindringende Feuchtigkeit zur Korrosion einer Schraube am Lenkgetriebe führen, was im schlimmsten Fall deren Bruch und einen Ausfall der Lenkfähigkeit nach sich ziehen kann. Vertragswerkstätten prüfen die Lenkgetriebeeinheit und verbauen eine modifizierte, korrosionsbeständige Schraube.

Verifizierte europäische Sicherheitsrückrufe

Gegenstand des MangelsBetroffener ProduktionszeitraumUmfang und offizielle Abhilfe
Befestigungsschraube des Lenkgetriebes24. September 2013 – 1. Juli 2024Weltweit (2.159.054 Fahrzeuge mehrerer Modellreihen). Feuchtigkeit führt zu Schraubenkorrosion mit Bruchgefahr; Werkstätten prüfen das Bauteil und montieren beschichtete Ersatzschrauben.
Bremsleitungsanschluss hinten linksNormaler Radstand: 6.–8. April 2024 & 2.–6. August 2024; Langer Radstand: 13. Mai 2024 – 19. Juni 2024Weltweit (4.118 Fahrzeuge). Fehlerhafte Verschraubungen können Bremsflüssigkeitsverlust verursachen; Werkstätten prüfen und ziehen die Bremsleitung nach oder tauschen sie aus.
Schweißnähte der vorderen Querlenker20. April 2021 – 7. Juli 2022Weltweit (6.112 Fahrzeuge). Mangelhafte Schweißnähte an den vorderen Querlenkern können ein Schiefstellen des Rades zur Folge haben; Werkstätten prüfen den Chargencode und ersetzen fehlerhafte Querlenker.
Mangelhafte Werksbereifung29. September 2022 – 24. Februar 2023Weltweit (1.206 Fahrzeuge). Interne Ausbeulungen oder Risse an der Flanke bergen die Gefahr eines plötzlichen Druckverlusts; Händler tauschen Reifen der betroffenen Charge aus.
Beschädigtes Gurtband31. März 2023 – 5. April 2023Begrenzte Charge in Europa. Eine mögliche Beschädigung im Fertigungsprozess schwächt die Reißfestigkeit des Gurtes bei einem Aufprall; Werkstätten prüfen das Gurtband und tauschen Gurte bei Bedarf aus.

Wer sich für einen gebrauchten Benzin-Volkswagen Caddy mit 1.5-TSI-Motor und manuellem Schaltgetriebe interessiert, sollte auf das Ansprechverhalten bei kaltem Motor achten: In Tests fielen einzelne Exemplare vor dem Erreichen der Betriebstemperatur durch Verzögerungen bei niedrigen Drehzahlen oder leichtes Ruckeln im ersten und zweiten Gang auf. Wer beim Gebrauchtwagenkauf auf Nummer sicher gehen möchte, kann die Servicehistorie und den mechanischen Zustand des Wunschfahrzeugs vorab durch CarAudit unabhängig überprüfen lassen.

🔍 Worauf Sie vor dem Kauf achten sollten

  • Lassen Sie bei einer Vertragswerkstatt anhand der Fahrgestellnummer (FIN) prüfen, ob alle Sicherheitsrückrufe – insbesondere jene zu den Lenkgetriebeschrauben und den Querlenkern der Vorderachse – ordnungsgemäß durchgeführt wurden.
  • Kontrollieren Sie an beiden Schiebetüren die Einstiege im Bereich der unteren Laufschiene auf Lackabrieb oder blankes Blech durch die Führungsrollen, und achten Sie bei einer Probefahrt über schlechte Straßen auf Klappern oder falsch justierte Türschlösser.
  • Testen Sie den Infotainment-Bildschirm gründlich beim Kaltstart: Das System sollte zügig hochfahren, Menüwechsel flüssig vollziehen und keine wiederkehrenden Fehlermeldungen zum Notruf- oder zu den Assistenzsystemen anzeigen.
  • Führen Sie beim 1.5 TSI mit Handschaltung eine kurze Kaltstart-Probefahrt bei geringer Geschwindigkeit durch, um sicherzustellen, dass der Motor im ersten und zweiten Gang ruckfrei und sauber Gas annimmt.
  • Achten Sie beim 2.0 TDI im Kombiinstrument darauf, dass der AdBlue-Füllstand korrekt erfasst wird und keine anhaltenden Nachfüllwarnungen aktiv sind.

Motoren: welcher passt

Die fünfte Generation des Volkswagen Caddy basiert auf der MQB-evo-Plattform und bietet eine modernisierte Palette aufgeladener Vierzylindermotoren. Das Angebot umfasst Benziner, Diesel und einen Plug-in-Hybrid, wahlweise mit Front- oder Allradantrieb.

MotorKraftstoffLeistungGetriebeAntriebModelljahre
1.5 TSIBenzin84 kW (114 PS)6-Gang-Schaltgetriebe / 7-Gang-AutomatikFrontantrieb2020–2024
1.5 TSIBenzin85 kW (116 PS)6-Gang-Schaltgetriebe / 7-Gang-AutomatikFrontantrieb2024–heute
1.5 TGIErdgas (CNG) / Benzin96 kW (131 PS)6-Gang-SchaltgetriebeFrontantrieb2022–2023
1.5 TSI eHybridPlug-in-Hybrid110 kW (150 PS)6-Gang-AutomatikFrontantrieb2024–heute
2.0 TDIDiesel55 kW (75 PS)6-Gang-SchaltgetriebeFrontantrieb2020–2021
2.0 TDIDiesel75 kW (102 PS)6-Gang-SchaltgetriebeFrontantrieb2020–heute
2.0 TDIDiesel90 kW (122 PS)6-Gang-Schaltgetriebe / 7-Gang-AutomatikFrontantrieb2020–heute
2.0 TDI 4MOTIONDiesel90 kW (122 PS)6-Gang-SchaltgetriebeAllradantrieb2021–heute

Stadtverkehr und Kurzstrecken

Wer überwiegend im Stadtverkehr oder auf kurzen täglichen Strecken unterwegs ist, greift am besten zum Volkswagen Caddy mit Benzinmotor und 1.5 TSI. Er kommt schnell auf Betriebstemperatur, sodass verstopfte Partikelfilter – ein typisches Problem von Dieseln im Kurzstreckenbetrieb – kein Thema sind. Wer zu Hause regelmäßig laden kann, für den kommt auch der Volkswagen Caddy als Plug-in-Hybrid eHybrid infrage: Er absolviert die täglichen Pendelwege rein elektrisch, bietet aber dank des Benzinmotors volle Flexibilität für gelegentliche Fernfahrten. Die seltene Erdgasvariante 1.5 TGI stellt auf dem Gebrauchtwagenmarkt eine sparsame Alternative dar – vorausgesetzt, die lokale Tankinfrastruktur lässt es zu.

Gemischter Pendelalltag

Für den typischen Mix aus Vorort- und Überlandfahrten erweisen sich der mittlere 2.0 TDI sowie der aktualisierte 1.5 TSI als ausgewogene Begleiter. Die schwächste Version des 2.0 TDI ist nur noch als Gebrauchtwagen erhältlich und wirkt mit Passagieren an Bord spürbar angestrengt. Die mittlere Dieselstufe bietet dagegen ausreichend Durchzug für den Familienalltag, lässt sich allerdings ausschließlich mit Handschaltgetriebe kombinieren.

Autobahn und hohe Zuladung

Wer regelmäßig zügig auf der Autobahn fährt oder das Fahrzeug gewerblich schwer belädt, ist mit dem stärksten 2.0 TDI am besten bedient. Er überzeugt mit kräftigem Drehmoment im niedrigen Drehzahlbereich sowie einem entspannten Drehzahlniveau auf langen Strecken. Zudem lässt er sich mit dem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe kombinieren, was lange Fahrten deutlich komfortabler macht.

Anhängerbetrieb und schwieriger Untergrund

Im Gespannbetrieb oder bei regelmäßig hoher Zuladung liefert der stärkere Volkswagen Caddy als Diesel den nötigen Durchzug im Drehzahlkeller, um auch an steilen Steigungen souverän voranzukommen. Wer in bergigen Regionen lebt oder häufig auf matschigen Wegen, Baustellen oder rutschigen Rampen rangieren muss, sollte zum Volkswagen Caddy 4x4 mit 4MOTION greifen. Zu beachten ist dabei, dass der Allradantrieb ausschließlich an ein 6-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt ist.

Ausführliche Informationen zur mechanischen Haltbarkeit, zu Problemen mit der Abgasnachbehandlung und zu bekannten Werkstattaktionen der einzelnen Motorisierungen finden Sie im Abschnitt über Praxiserfahrungen.

Platz & Praktikabilität

Abmessungen / VolumenStandard-RadstandLanger Radstand
Länge (mm)4.5004.853
Breite (mm)1.8551.855
Höhe (mm)1.798–1.8321.800–1.836
Radstand (mm)2.7552.970
Kofferraumvolumen, 5 Sitze aufgestellt (l)1.2131.720
Kofferraumvolumen, Sitze ausgebaut (l)2.5563.105

Die Angaben beziehen sich auf reguläre Pkw-Modelle; Camping-Umbauten mit festen Einbauten verändern das nutzbare Ladevolumen.

Im Innenraum des Volkswagen Caddy Hochdachkombis sorgt die hohe Dachlinie über alle Sitzreihen hinweg für üppige Kopffreiheit, sodass Fahrer und Beifahrer jeder Körpergröße eine aufrechte, entspannte Sitzposition finden. In der zweiten Reihe fällt die Beinfreiheit laut Fachpresse allerdings eher durchschnittlich aus: Groß gewachsene Erwachsene hinter einem großen Fahrer müssen sich auf eine spürbar knappe Kniefreiheit einstellen. Seine größte Stärke spielt das Modell bei der Alltagstauglichkeit aus: Die geteilte Rückbank der zweiten Reihe lässt sich umklappen und nach vorne wickeln, um im Handumdrehen Platz am Ladeboden zu schaffen. Wer die Sitze komplett herausnimmt, verwandelt den Volkswagen Caddy in einen Transporter mit ebenem Ladeboden – das Herauswuchten der schweren Sitzelemente verlangt allerdings ordentlich Muskelkraft. Die Variante mit langem Radstand steigert die Vielseitigkeit nochmals deutlich: Sie vergrößert den Ausschnitt der seitlichen Schiebetür und bewahrt selbst bei montierter dritter Sitzreihe noch eine praxistaugliche Kofferraumtiefe.

Was die Tests sagen

In professionellen Fahrberichten schneidet der Volkswagen Caddy spürbar pkw-ähnlicher ab, als es seine Herkunft aus dem Nutzfahrzeugbereich vermuten lässt. Die Lenkung spricht präzise an, der Geradeauslauf auf der Autobahn bleibt spurstabil, und trotz der hohen Karosserie hält sich die Seitenneigung in Kurven im Rahmen. Auf Landstraßen schluckt das Fahrwerk Querfugen souverän. Bei niedrigem Stadttempo monieren Tester im unbeladenen Zustand jedoch ein hölzernes Anfedern bei kurzen Stößen, begleitet von Poltern und Klappern an der Hinterachse über Temposchwellen. Bei Autobahn-Reisegeschwindigkeit treten vernehmbare Reifen-Abrollgeräusche und Dröhnfrequenzen im Innenraum auf, ergänzt durch Windpfeifen an den Außenspiegeln und präsentes Dieselnageln unter starker Beschleunigung.

Im Interieur heben Tester die soliden Passungen sowie die mit Teppich ausgekleideten Kofferraumwände der Pkw-Modelle lobend hervor, die sich im Alltag als robust erweisen. Allerdings dominieren auf Armaturenträger und Türtafeln harte, kratzempfindliche Nutzfahrzeug-Kunststoffe. Regelmäßig Kritik erntet die Bedienung: Der zentrale Touchscreen bietet verschachtelte, wenig intuitive Menüstrukturen, während die unbeleuchteten Touch-Slider für Temperatur und Lautstärke während der Fahrt vom Verkehrsgeschehen ablenken.

Große Einigkeit herrscht über das sichere, berechenbare Fahrverhalten, während die Urteile beim Federungskomfort auseinandergehen: Einige Tester halten die Abstimmung für ausreichend kommod, andere kritisieren die im Leerzustand poltrige Hinterachse bei niedrigem Tempo. Die technische Modellpflege zum Modelljahr 2025 begegnete der Kritik am Cockpit mit einem aktualisierten digitalen Kombiinstrument und größeren, überarbeiteten Touchscreens.

Preise und Marktangebot

Alle Diagramme in diesem Abschnitt basieren auf den Carvago-Inseraten der gesamten Modellfamilie des Volkswagen Caddy und schließen auch andere im Datenbestand vertretene Generationen ein – nicht nur die hier besprochene. Folglich bildet dieser Datensatz kein separates Preisniveau allein für die getestete Generation ab. Über das gesamte Inseratsangebot hinweg liegt der mittlere Angebotspreis bei 18.500 € für Fahrzeuge des Baujahrs 2019, verglichen mit 22.000 € für Modelle von 2021, und erreicht 36.500 € bei Exemplaren aus dem Jahr 2026.

Die monatliche Zahl der inserierten Volkswagen Caddy startete im April 2026 bei 14.363 Fahrzeugen und erreichte im Juni 2026 15.211 Exemplare, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Volkswagen Caddy - Verfügbarkeit über Zeit

Anzahl aktiver Inserate im Zeitverlauf

MonatVolkswagen Caddy
2026-0414 363
2026-0514 260
2026-0615 211
2026-0714 982
2026-0814 384
2026-0914 390

Quelle Carvago

Kaufinteressenten erwartet am Markt eine umfangreiche Auswahl: Nach leichten monatlichen Schwankungen lag das Angebot im September 2026 schließlich bei 14.390 Inseraten.

Für aktuell inserierte Fahrzeuge mit Baujahr 2019 liegt der Median der Angebotspreise bei 18.500 €, während er bei Modellen des Baujahrs 2026 bei 36.500 € liegt. Die nachstehende Grafik veranschaulicht den Vergleich dieser Angebotspreise über die verschiedenen Baujahre hinweg.

Volkswagen Caddy - Medianpreis nach Baujahr

Medianpreis der Inserate nach Baujahr

BaujahrVolkswagen Caddy
201918 500
202019 500
202122 000
202224 900
202329 900
202433 500
202535 700
202636 500

Quelle Carvago

Wer ältere Modelljahre ins Auge fasst, muss mit mittleren Angebotspreisen von 18.500 € für Modelle aus dem Jahr 2019 und 19.500 € für den Jahrgang 2020 rechnen. Für die neuesten Fahrzeuge ist hingegen ein deutlich höheres Budget erforderlich: Hier reichen die Median-Angebotspreise von 33.500 € für Modelle von 2024 bis zu 36.500 € für den Jahrgang 2026.

Diese Wertverlustkurve veranschaulicht, wie der Volkswagen Caddy mit zunehmendem Alter an Restwert verliert: In den ersten drei Jahren büßt er rund 32 % seines Wertes ein.

Volkswagen Caddy - Wertverlust nach Alter

Restwert nach Fahrzeugalter

FahrzeugalterVolkswagen Caddy
Neu35 800
1 Jahr30 900
2 Jahre28 700
3 Jahre24 200
4 Jahre23 200
5 Jahre21 300
6 Jahre17 500
7 Jahre15 600

Quelle Carvago

Über den gesamten Zeitraum von sieben Jahren verliert das Modell 56 % seines anfänglichen Restwerts. Zwischen dem dritten und fünften Jahr verlangsamt sich der Wertverlust vorübergehend, bevor die Kurve im sechsten Jahr wieder steiler nach unten zeigt.

Zwischen April und September 2026 machten Dieselfahrzeuge den Großteil der aktiven Inserate aus: Im September 2026 standen 9.574 Diesel-Angebote lediglich 3.335 Benzinern gegenüber. Die folgende Übersicht veranschaulicht, wie sich das Angebot der einzelnen Kraftstoffarten über diesen Sechsmonatszeitraum entwickelt hat.

Volkswagen Caddy - Angebot nach Kraftstoff

Angebotszusammensetzung nach Kraftstoff

  • Benzin

  • Diesel

  • Hybrid

  • Elektrisch

  • CNG

  • LPG

MonatBenzinDieselHybridElektrischCNGLPG
2026-043 7419 72575521341
2026-053 5379 73783211500
2026-063 76110 37992111453
2026-073 56110 2351 013015911
2026-083 4149 7371 061215017
2026-093 3359 5741 318314513

Quelle Carvago

Der Diesel dominiert das Fahrzeugangebot deutlich, gefolgt vom Benziner – Kaufinteressierte finden bei den Dieselmodellen somit die mit Abstand größte Auswahl. Im September 2026 kamen Hybridoptionen auf 1.318 Inserate, während auf Erdgas (CNG) 145, auf Autogas (LPG) 13 und auf Elektroantriebe 3 Angebote entfielen.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen Angebotspreises für den Volkswagen Caddy von April 2026 bis September 2026, ausgehend von 28.200 €.

Volkswagen Caddy - Preisentwicklung

Entwicklung des Durchschnittspreises

MonatVolkswagen Caddy
2026-0428 200
2026-0528 000
2026-0628 000
2026-0727 700
2026-0827 700
2026-0928 100

Quelle Carvago

Über diesen Zeitraum hinweg bewegte sich der Durchschnitt in einer engen Spanne: Nach einem Tiefstand von 27.700 € lag er im September 2026 schließlich bei 28.100 €. Das entspricht einer Veränderung von insgesamt weniger als einem Prozent gegenüber dem Ausgangsmonat – die Werte zeigen somit lediglich moderate monatliche Schwankungen statt eines anhaltenden Trends.

Vor- und Nachteile

Volkswagen Caddy

Vorteile

Sicheres, pkw-artiges Fahrverhalten mit präziser Lenkung und geringer Seitenneigung

Hohe Variabilität durch umklapp-, wickel- und komplett herausnehmbare Rücksitze

Breites Motorenangebot inklusive durchzugsstarker Diesel, Plug-in-Hybrid und Allradantrieb

Nachteile

Unbeleuchtete Touch-Slider und Software-Macken des Infotainments bei frühen Baujahren

Stuckriger Federungskomfort bei niedrigem Tempo und polternde Hinterachse im unbeladenen Zustand

Kratzempfindlicher Hartkunststoff im Innenraum sowie schwere Rücksitze, deren Ausbau viel Kraft erfordert

Häufig gestellte Fragen

Für Stadtfahrten und kurze Pendelstrecken ist der Volkswagen Caddy als Benziner mit dem 1.5-TSI-Motor die vernünftigste Wahl, um ein Zusetzen des Partikelfilters zu vermeiden. Vielfahrer auf der Autobahn und alle, die regelmäßig schwere Lasten transportieren, sind mit dem durchzugsstärkeren 2.0 TDI im Volkswagen Caddy als Diesel besser beraten – er sorgt für spürbar entspannteres Reisen bei höherem Tempo.

Mechanisch gilt das Modell als solide und zuverlässig. Allerdings hatten Fahrzeuge der Baujahre 2020 bis 2023 mit Softwareproblemen zu kämpfen, die Software-Updates beim Vertragshändler erforderlich machten. Kaufinteressenten sollten bei einer Vertragswerkstatt prüfen lassen, ob alle sicherheitsrelevanten Rückrufaktionen des Herstellers ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Vergewissern Sie sich, dass alle Sicherheitsrückrufe erledigt wurden, und kontrollieren Sie die Einstiegsbereiche der seitlichen Schiebetüren auf Lackabschürfungen durch die Führungsrollen. Prüfen Sie außerdem, ob das Infotainmentsystem direkt nach dem Kaltstart flüssig reagiert, oder lassen Sie das Fahrzeug vor dem Kauf über den CarAudit gründlich überprüfen.

Dank moderner Pkw-Plattform bietet der Volkswagen Caddy ein souveränes Fahrverhalten und eine präzise Lenkung, die einem klassischen Personenwagen kaum nachstehen. Den spürbarsten Kompromiss stellt die im unbeladenen Zustand etwas straffe Hinterachse bei niedrigen Geschwindigkeiten und innerstädtischen Unebenheiten dar, hinzu kommen etwas lautere Abroll- und Windgeräusche bei Autobahntempo.

Quellen: vwpress.co.uk, vwn-presse.de, adac.de, kba-online.de, ec.europa.eu

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz erstellt. Garant der Sektion ist Petr Dušek.

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