Die Erfahrungen von Besitzern der zweiten Generation des Opel Mokka drehen sich vor allem um den mechanischen Wartungsaufwand bei den Verbrennermodellen, Elektronikprobleme im Innenraum und mehrere europaweite Sicherheitsrückrufe. Da die ersten Fahrzeuge erst 2021 auf die Straße kamen, liegen noch keine Langzeiterfahrungen über mehr als fünf Jahre vor. Werkstattberichte, Hauptuntersuchungen und Dauertests zeigen jedoch bereits deutliche Tendenzen.
Die gravierendste mechanische Schwachstelle betrifft frühe Exemplare des Opel Mokka mit Benzinmotor aus den Baujahren 2020 bis Ende 2023. In Tests wird ein vorzeitiger Verschleiß des im Ölbad laufenden Zahnriemens beschrieben, ausgelöst durch chemische Reaktionen mit kraftstoffverdünntem Motoröl. Löst sich das Gummi auf, sammeln sich Partikel in der Ölwanne und verstopfen mit der Zeit das Ölpumpensieb sowie die Unterdruckpumpe der Bremsanlage. Dies kann zu Öldruck-Warnmeldungen, unrundem Motorlauf und einer nachlassenden Bremskraftverstärkung führen. Überarbeitete Riemenmaterialien und die strikte Einhaltung des jährlichen Ölwechsels entschärfen die Problematik; der Opel Mokka Hybrid setzt hingegen auf eine Steuerkette, womit dieser Fehler vollkommen ausgeschlossen ist.
Ein weiterer wiederkehrender Kritikpunkt ist die Zuverlässigkeit der Elektronik. Halter und professionelle Dauertests berichten gleichermaßen von einfrierenden Infotainment-Bildschirmen, unvermittelten Verbindungsabbrüchen bei der Smartphone-Spiegelung und digitalen Kombiinstrumenten, die sich nach einem Neustart unerwartet auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. In den meisten Fällen lassen sich diese Softwareprobleme durch das Aufspielen der aktuellen Firmware auf die Steuergeräte in einer Vertragswerkstatt beheben, ohne dass Bauteile ausgetauscht werden müssen.
Fahrwerksprüfungen bei Hauptuntersuchungen sowie die Demontage nach Dauertests zeigen, dass die vorderen Querlenkerbuchsen früher als erwartet spürbares Spiel entwickeln und erneuert werden müssen. Zudem dokumentieren Prüfer bei Laufleistungen in Richtung 100.000 km beginnenden Oberflächenrost an den Schweißnähten des Vorderachsträgers – hier empfiehlt sich eine vorsorgliche Unterboden-Konservierung.
Bekannte Sicherheitsrückrufe
Für diese Generation wurden mehrere offizielle Rückrufaktionen herausgegeben. Kaufinteressenten sollten anhand der Werkstatthistorie beim Vertragshändler oder über einen unabhängigen Prüfdienst wie CarAudit nachprüfen, ob die erforderlichen Nachbesserungen am Wunschfahrzeug dokumentiert sind.