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Mitsubishi L200 vs. Nissan Navara: Vollständiger Vergleich 2026

Vergleich zwischen Mitsubishi L200 (Triton) und Nissan Navara (NP300). Finden Sie heraus, welcher Pick-up die besseren Fahreigenschaften und die bessere Ausstattung bietet. Lesen Sie unser abschließendes Urteil!

20. April 2026

VS
Mitsubishi L200

Mitsubishi L200

Nissan Navara

Nissan Navara

Einführung

Mitsubishi L200, der auf vielen Märkten auch unter den Namen Mitsubishi Triton, Strada oder als rebrandeter Fiat Fullback verkauft wird, ist ein bewährter japanischer Pick-up mit dem Ruf eines zähen Offroad-Arbeitstiers. Ihm gegenüber steht der Nissan Navara, der weltweit auch unter der Bezeichnung Frontier oder NP300 bekannt ist und dessen robuste technische Basis auch verwandten Modellen wie dem Renault Alaskan diente. Schauen wir uns im Detail an, wie sich diese beiden beliebten Rivalen im direkten Duell schlagen und welcher von ihnen die attraktivere Kombination aus Nutzwert, Zuverlässigkeit und täglichem Fahrkomfort bietet.

Vergleich der äußeren Abmessungen

Außenmaße und Proportionen

Bei der Auswahl eines gebrauchten Pick-ups im Alter von etwa vier Jahren, was auf dem Markt der Generation D231 beim Nissan und der 3. modernen Generation beim Mitsubishi entspricht, spielen die Außenmaße eine entscheidende Rolle sowohl für die Geländegängigkeit als auch für die Alltagstauglichkeit. Auf den ersten Blick wirkt der Nissan Navara etwas wuchtiger und breiter, was auch die Daten bestätigen. Die Double Cab Version des Nissan ist mit ihren 5330 mm Länge etwas größer als der Mitsubishi L200, der maximal 5305 mm misst. Ein deutlicherer Unterschied findet sich jedoch in der Breite – der Navara bietet standardmäßig 1850 mm (bei der Spezialversion AT32 sogar 1885 mm), während der Mitsubishi L200 in der breitesten Ausführung nur 1815 mm erreicht. Der Nissan bietet somit einen stabileren Stand und eine etwas großzügigere Innenbreite für die Insassen.

Der wesentlichste Unterschied für die Fahreigenschaften ist jedoch der Radstand. Während der Mitsubishi L200 an seinem traditionell kompakten Radstand von 3000 mm festhält, setzt der Nissan Navara auf eine verlängerte Plattform mit einem Wert von 3150 mm. Dieser Unterschied von beachtlichen 150 mm hat enorme Auswirkungen auf die Praxis. Der kürzere Mitsubishi profitiert davon durch eine hervorragende Wendigkeit auf begrenztem Raum – er lässt sich viel einfacher bei Einkaufszentren parken und überzeugt im Gelände mit einem deutlich besseren Rampenwinkel, dank dem das Auto nicht so leicht „aufsetzt“. Der längere Radstand des Nissan hingegen sorgt für ein ruhigeres und souveräneres Fahrverhalten bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn oder beim Ziehen schwerer Anhänger.

Bei der Entscheidung zwischen diesen beiden Modellen definieren die Karosseriemaße somit klar ihren primären Fokus. Wenn Sie ein maximal agiles Arbeitsgerät für häufiges Manövrieren auf Baustellen, engen Waldwegen suchen oder gelegentlich in der Stadt parken müssen, machen der kompaktere Grundriss und der kürzere Radstand den Mitsubishi L200 zum eindeutigen Sieger. Wenn Sie jedoch mehr Zeit auf befestigten Straßen verbringen und Ihr Ziel ein stabiler Cruiser für Langstrecken oder eine sicherere Plattform zum Ziehen schwerer Lasten ist, wird Ihnen der robustere Nissan Navara bessere Dienste leisten.

ParameterMitsubishi L200 Pick-up (Club Cab)Nissan Navara Pick-up (King Cab)Mitsubishi L200 Pick-up (Double Cab)Nissan Navara Pick-up (Double Cab)
Breite (mm)1785 - 181518501785 - 18151850 - 1885
Länge (mm)5195 - 52955225 - 52555205 - 53055330
Höhe (mm)1775 - 178017801775 - 17801805 - 1850
Radstand (mm)3000315030003150

Kofferraumvolumen

Bei der Auswahl eines Pick-ups spielt die Größe der Ladefläche (Pritsche) eine ganz entscheidende Rolle. Ob Sie das Fahrzeug für anspruchsvolle Arbeiten, den Transport von Baumaterialien oder als robustes Familienauto für aktive Wochenenden voller Camping und Sport nutzen, die Kapazität des Laderaums ist einer der entscheidenden Faktoren. Obwohl bei Pick-ups das Kofferraumvolumen traditionell nicht auf die gleiche Weise wie bei herkömmlichen Pkw angegeben wird, bieten beide beliebten asiatischen Ikonen – Mitsubishi L200 (3. Generation von 2015–2022) und Nissan Navara (Generation D231 von 2016–2022) – auf dem Markt für etwa vier Jahre alte Gebrauchtwagen einen großzügigen und äußerst praktischen Raum.

Bei einem genaueren Vergleich stellen wir fest, dass der Nissan Navara eine etwas größere Ladefläche bietet. In der beliebtesten Variante Double Cab (Doppelkabine) bietet der Navara bis zur Oberkante der Ladefläche ein Volumen von ca. 1111 Litern, während der Mitsubishi L200 Double Cab über rund 1061 Liter verfügt. Dieser Unterschied ist vor allem auf die etwas größere Innenbreite der Ladefläche beim Nissan zurückzuführen. Wenn Sie sich für die verlängerte Kabine entscheiden (bei Nissan als King Cab, bei Mitsubishi als Club Cab bezeichnet) mit kürzerem Fahrgastraum und längerer Ladefläche, steigt die Gesamtkapazität natürlich an. Der Navara King Cab glänzt mit einem Volumen von rund 1331 Litern, während der L200 Club Cab etwa 1291 Liter bietet. Da es sich bei beiden Fahrzeugen ausschließlich um Pick-ups klassischer Bauart handelt, lassen sich die Rücksitze nicht umklappen, um den Laderaum direkt in die Kabine zu vergrößern, wie wir es von Kombis oder SUVs kennen.

In der Praxis bedeutet der leichte Vorsprung des Nissan Navara einen Vorteil beim Beladen mit breiteren Gegenständen oder standardisierten Europaletten. Dennoch stellen beide Fahrzeuge äußerst nützliche Helfer dar, die einen riesigen Raum bieten, der für den Wochenendeinkauf, Gartengeräte und längere Urlaube ausreicht. Diese speziellen Generationen waren auf dem Markt ausschließlich mit konventionellen Dieselmotoren erhältlich, sodass Sie hier im Gegensatz zu einigen modernen Plug-in-Hybriden keine Varianten mit eingeschränkter Ladekapazität aufgrund zusätzlicher Batterien finden. Im Ergebnis sind beide Autos extrem leistungsfähig und bereit für harte Arbeit, aber wenn für Sie jeder zusätzliche Liter Platz absolute Priorität hat, geht der Navara als Sieger aus diesem Duell hervor.

ParameterMitsubishi L200 Pick-up (Double Cab)Nissan Navara Pick-up (Double Cab)Mitsubishi L200 Pick-up (Club Cab)Nissan Navara Pick-up (King Cab)
Basisvolumen (Liter)1061111112911331
Max. Volumen mit umgeklappten Sitzen (Liter)Nicht anwendbarNicht anwendbarNicht anwendbarNicht anwendbar

🛻 Navara bietet eine etwas geräumigere Ladefläche

Obwohl beide Modelle äußerst praktisch sind, bietet der Nissan Navara eine etwas breitere und voluminösere Ladefläche, was beim häufigen Transport von sperrigen Lasten und Paletten entscheidend sein kann.

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Anhängelasten

Bei der Auswahl eines Arbeits-Pick-ups spielt die maximale Anhängelast eines gebremsten Anhängers eine Schlüsselrolle, egal ob Sie planen, schwere Baumaschinen, einen Tiertransporter oder ein sperriges Boot zu ziehen. Wenn wir uns auf etwa vier Jahre alte Modelle konzentrieren, dominiert der Nissan Navara der Generation D231 (angeboten bis 2022) hier eindeutig. In den meisten seiner Versionen, insbesondere bei der sehr gefragten Double Cab Karosserie mit dem 2.3 dCi Motor, bietet er eine Anhängelast von vollen 3 500 kg, was das gesetzliche Maximum für diese Fahrzeugklasse darstellt. Die King Cab Versionen beginnen bei einem Standardwert von 3 010 kg, können aber je nach Spezifikation die gleiche Marke von 3,5 Tonnen erreichen. Im Gegensatz dazu hinkt der Mitsubishi L200 der 3. Generation (ebenfalls bis 2022 erhältlich) leicht hinterher. Die Club Cab Ausführung kann maximal 3 000 kg ziehen, während die populärere Double Cab einen Anhänger mit einem Gewicht von bis zu 3 100 kg bewältigt. In der Praxis bedeutet dieser Unterschied von bis zu 500 kg zugunsten des Nissan eine viel größere Freiheit und Sicherheit beim professionellen Transport extrem schwerer Lasten. Die Zugkraft von 3,1 Tonnen beim Mitsubishi L200 ist jedoch immer noch weit überdurchschnittlich und problemlos ausreichend für den Wochenendtransport großer Wohnwagen sowie den Transport gängiger Baumaterialien. Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn für Sie die maximale Zugkraft ohne Kompromisse absolute Priorität hat, ist der Nissan Navara die bessere und vielseitigere Wahl, während der L200 denjenigen vollauf genügt, die die gesetzlichen Grenzwerte nicht bis zum Äußersten ausreizen müssen.

Modell und MotorisierungAnhängelast gebremst (kg)Anhängelast ungebremst (kg)
Mitsubishi L200 3. Gen. Club Cab 2.2 / 2.4 DI-D3000750
Mitsubishi L200 3. Gen. Double Cab 2.2 / 2.4 DI-D3100750
Nissan Navara D231 King Cab 2.3 dCi3010 - 3500750
Nissan Navara D231 Double Cab 2.3 dCi3500750

Übersicht der häufigsten Motorisierungen

Die Wahl der richtigen Motorisierung ist bei Arbeits- und Lifestyle-Pick-ups entscheidend, da sie die Zugkraft, den Kraftstoffverbrauch und die allgemeine Zuverlässigkeit beim Ziehen schwerer Lasten direkt beeinflusst. Der Mitsubishi L200 und der Nissan Navara setzen auf dem Markt für vierjährige Gebrauchtwagen (d. h. Fahrzeuge mit Baujahr um 2022) ausschließlich auf bewährte Vierzylinder-Dieselmotoren, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen. Während Mitsubishi bei den neueren Jahrgängen das Angebot auf einen einzigen, effizient abgestimmten 2.2 Diesel (110 kW) vereinfacht hat, setzt der Nissan Navara auf das 2.3 dCi-Aggregat, das in der Top-Spezifikation volle 140 kW leistet. Der Navara punktet somit mit einer höheren Leistungsreserve und einem fortschrittlicheren Sieben-Gang-Automatikgetriebe, was vor allem Fahrer zu schätzen wissen, die ein dynamischeres Fahrverhalten suchen oder häufig schwerste Anhänger quer durch Europa ziehen. Der Mitsubishi L200 hingegen besticht durch seine robuste Konstruktion und eine beispielhafte Wirtschaftlichkeit, die harter Arbeit und budgetorientierten Nutzern entgegenkommt.

Motorisierungen Mitsubishi L200

In der dritten (auf dem Weltmarkt oft als sechste bezeichneten) Generation, die in Europa etwa bis 2022 abverkauft wurde, erfuhr das Motorenangebot eine grundlegende Erneuerung. Ältere Jahrgänge (2015–2019) wurden von einem hubraumstärkeren 2.4 DI-D Vierzylinder-Diesel in zwei Leistungsvarianten angetrieben – der Basisversion mit 113 kW und der stärkeren DI-D+ Version mit 133 kW. Aufgrund strengerer Abgasnormen wurde dieser jedoch Ende 2019 komplett durch das kleinere 2.2 Diesel-Aggregat mit 110 kW (150 PS) ersetzt. Obwohl die Papierleistung leicht sank, behielt das Fahrzeug in der Praxis ein großzügiges Drehmoment von 400 Nm bei, das bereits bei niedrigen Drehzahlen zur Verfügung steht. Zusammen mit dem neuen Motor hielt auch ein verbessertes Sechs-Gang-Automatikgetriebe (zuvor fünf Gänge) Einzug, was den Akustik- und Fahrkomfort verbesserte. Bei der Suche nach einem Gebrauchtwagen im Alter von etwa vier Jahren werden Sie daher ausschließlich auf diese neuere Antriebseinheit stoßen.

MotortypKraftstoffLeistung (kW)Drehmoment (Nm)Getriebe
2.2 DieselDiesel1104006MT / 6AT
2.4 DI-DDiesel1133806MT
2.4 DI-D+Diesel1334306MT / 5AT

Hinweis: Die Motoren 2.4 DI-D und 2.4 DI-D+ wurden im L200 nur bis 2019 verbaut. Modelle aus den Jahren 2020 bis 2022, die für den typischen Gebrauchtwagenmarkt in Frage kommen, verlassen sich ausschließlich auf die 2.2 Diesel-Motorisierung.

Motorisierungen Nissan Navara

Der Nissan Navara in der intern als D231 bezeichneten Generation (deren Verkauf in Europa um den Jahreswechsel 2021/2022 endete) blieb während seiner gesamten Laufzeit dem bekannten 2.3 dCi Dieselmotor treu. Dieses zuverlässige Arbeitstier aus der Renault-Nissan-Allianz wurde in zwei sehr unterschiedlichen Spezifikationen angeboten. Die Basisvariante, anfangs mit einem (und nach der Modernisierung mit zwei Turboladern), leistet 120 kW (163 PS) und bietet ordentliche 425 Nm Drehmoment, meist gekoppelt mit einem präzisen Sechs-Gang-Schaltgetriebe. Für anspruchsvollere Nutzer oder diejenigen, die häufig die Anhängelast von 3,5 Tonnen voll ausnutzen, ist die Top-Version 2.3 dCi Bi-Turbo die klare Wahl. Sie liefert großzügige 140 kW (190 PS) und 450 Nm Drehmoment. In dieser Ausstattung findet man zudem sehr häufig ein robustes Sieben-Gang-Automatikgetriebe (7AT), das die verfügbare Kraft auf der Autobahn und in schwerem Gelände deutlich sanfter verwaltet.

MotortypKraftstoffLeistung (kW)Drehmoment (Nm)Getriebe
2.3 dCiDiesel120403 – 4256MT
2.3 dCi (Bi-Turbo)Diesel1404506MT / 7AT

Hinweis: Der Drehmomentwert der schwächeren 2.3 dCi-Version stieg bei den Jahrgängen nach der Abgasmodernisierung (2019+) von ursprünglich 403 auf 425 Nm an, sodass beide Aggregate bei Gebrauchtwagen, die jünger als vier Jahre sind, einen hervorragenden Durchzug aus dem Drehzahlkeller bieten.

Starkes Arbeitstier oder effizienter Klassiker? 🛻

Während der Nissan Navara mit seinem potenten 2.3 dCi-Motor mit 140 kW und der sanften Automatik Fahrer zufriedenstellt, die ein höheres Autobahntempo bevorzugen, kommt der Mitsubishi L200 mit seinem sparsamen 2,2-Liter-Motor all jenen entgegen, die mechanische Einfachheit und Zuverlässigkeit bei der täglichen harten Arbeit priorisieren.

Empfohlene Motorisierungen

Die richtige Motorwahl bei einem gebrauchten Pickup ist absolut entscheidend für die langfristige Zufriedenheit; die folgenden Empfehlungen basieren daher auf realen Erfahrungen von Besitzern, Bewertungen der mechanischen Zuverlässigkeit, dem tatsächlichen Kraftstoffverbrauch sowie der Gesamtdynamik. Beide asiatischen Rivalen sind klassische Vertreter der harten Schule der Arbeitsgeländewagen, die jedoch in den letzten Jahren einen weiten Weg in Richtung Alltagskomfort und Benutzerfreundlichkeit zurückgelegt haben. Bei der Auswahl eines etwa vier Jahre alten Gebrauchten (Baujahre um 2020 bis 2022) stehen Sie vor einem interessanten Dilemma: Während Mitsubishi im Rahmen des letzten großen Facelifts auf ein völlig neues, auf Kraftstoffersparnis und Emissionsgrenzwerte ausgerichtetes Aggregat setzte, hat Nissan bei seiner Generation D231 einen starken Dieselmotor mit zwei Turboladern zur Perfektion gebracht. Auch die Fahrwerke dieser Konkurrenten unterscheiden sich deutlich. Der Navara punktet in der Double Cab-Spezifikation mit einer fortschrittlicheren Mehrlenker-Hinterachse mit Schraubenfedern, die ein überraschend kultiviertes und „Pkw-ähnliches“ Fahrverhalten ermöglicht. Der Mitsubishi L200 hingegen hält an den klassischen hinteren Blattfedern fest, was auf der Straße etwas an Geschmeidigkeit einbüßt, dies aber durch Unverwüstlichkeit unter harten Arbeitsbedingungen wettmacht.

Für den Mitsubishi L200 empfehlen wir: 2.2 DI-D (110 kW / 150 PS)

Für gebrauchte Mitsubishi L200 Modelle der Jahre 2019 bis 2022 (in Datenbanken oft als 3. Generation, faktisch als Series 6 bezeichnet) ist der 2.2 DI-D Diesel-Vierzylinder die einzige verfügbare, dafür aber eine sehr rationale Wahl. Obwohl er auf dem Papier etwas weniger Leistung hat als die vorherige Motorisierung 2.4 DI-D, lassen Sie sich nicht täuschen. Das solide Drehmoment von 400 Nm ist so abgestimmt, dass die maximale Kraft bereits bei niedrigen Drehzahlen anliegt, was dem Wagen die nötige Elastizität beim Ziehen schwerer Lasten verleiht. Der Motor erfüllt die strengsten Euro 6d-Normen mithilfe eines AdBlue-Systems und überzeugt im realen Mischbetrieb mit einem sehr soliden Verbrauch zwischen 8 und 9 Litern Diesel auf 100 km. Eine wesentliche Verbesserung dieses Jahrgangs ist der Einsatz eines modernen Sechsgang-Automatikgetriebes, das in puncto Sanftheit und Geschwindigkeit den älteren Fünfgang-Automaten deutlich übertrifft. In Kombination mit dem anspruchsvollen und absolut konkurrenzlosen Allradsystem Super Select II, das sicheres Fahren mit Allradantrieb auch auf trockenem Asphalt ermöglicht, erhalten Sie eine ultimative Arbeitsmaschine mit einer maximal zulässigen Anhängelast von 3,5 Tonnen. Die gebrauchten 2.2 DI-D Modelle stammen aus dem Ende der L200-Produktion vor dem Verkaufsstopp der Marke in Europa; es handelt sich also um die modernsten Exemplare, die auf dem Markt zu finden sind.

Hinsichtlich der Gesamtlebensdauer stellt das Aggregat ein robustes und zuverlässiges Stück Technik dar, weist jedoch klare Wartungsspezifika auf, auf die beim Kauf geachtet werden sollte.

  • Verstopfter Kraftstofffilter: Der 2.2 DI-D Vierzylinder reagiert empfindlich auf die Kraftstoffqualität. Überprüfen Sie das Serviceheft, ob der Besitzer den Kraftstofffilter regelmäßig (etwa alle 30 bis 40 Tausend Kilometer) gewechselt hat. Wenn der Motor bei starker Beschleunigung zögert, ruckelt oder ein Leistungsverlust auftritt, ist meist ein verstopfter Filter schuld, der das Einspritzsystem blockiert. Das Tanken von additiviertem Diesel wird hier dringend empfohlen.
  • Zylinderkopfdichtung: Achten Sie vor dem Kauf auf einen süßlichen Geruch von Kühlflüssigkeit nach dem Aufwärmen des Motors oder einen Flüssigkeitsverlust im Ausgleichsbehälter. Obwohl dies kein Massenproblem ist, kann eine vernachlässigte Kühlung oder vorheriges Überhitzen zu Undichtigkeiten und zur allmählichen Zerstörung der Zylinderkopfdichtung führen.
  • Stadtbetrieb: Wie anderen modernen Dieseln bekommt auch diesem der häufige Kurzstreckenbetrieb in der Stadt nicht gut, da der Partikelfilter (DPF) keine Gelegenheit zum Freibrennen hat.

Diese Motorisierung ist wie geschaffen für Bauleiter, Förster oder diejenigen, die täglich ein aufopferungsvolles Arbeitstier benötigen und bereit sind, ein Stück Autobahnruhe gegen mechanische Widerstandsfähigkeit und exzellente Offroad-Fähigkeiten einzutauschen.

Für den Nissan Navara empfehlen wir: 2.3 dCi Bi-Turbo (140 kW / 190 PS)

Beim Nissan Navara der Generation D231 (in Europa bis 2022 produziert) lohnt es sich definitiv, nach der stärkeren Variante des 2.3 dCi Diesel-Vierzylinders mit zwei Turboladern zu suchen. Die Parameter von 140 kW und ein massives Drehmoment von 450 Nm machen den Navara zu einem der dynamischsten und benutzerfreundlichsten Pickups seiner Zeit. Dank der zwei Turbos funktioniert die sequentielle Aufladung hervorragend – der kleinere Turbo reagiert schnell aus dem Stand und eliminiert das „Turboloch“, während der größere im mittleren Bereich für maximalen Durchzug übernimmt. Zusammen mit der optionalen Siebengang-Automatik versteht es der Motor glänzend, das Gewicht des leeren Fahrzeugs zu kaschieren, und selbst eine voll beladene Maschine mit einem 3,5-Tonnen-Anhänger kommt nicht außer Puste. Bei vernünftiger Fahrweise ist es dabei kein Problem, den Verbrauch auf Langstrecken knapp über der 8-Liter-Marke zu halten. Auf der Straße ergibt sich zudem eine hervorragende Synergie mit dem Fahrwerk. Dank der einzigartigen Installation von Schraubenfedern an der Hinterachse bewältigt der Navara holprige Landstraßen wesentlich souveräner als der springfreudige L200, wodurch er sich im Fahrverhalten von der Kategorie der Transporter entfernt und großen SUVs annähert. Da auch dieses Modell auf unserem Markt bereits ausgelaufen ist, stellen gut erhaltene Gebrauchte im Alter von etwa vier Jahren einen lukrativen Kauf dar.

Bei der Suche nach einem passenden Exemplar mit dem 2.3 dCi Motor stoßen Sie jedoch auch auf typische Schwachstellen, die bei unsachgemäßem Service das Budget belasten können.

  • Steuerkette und Kettenspanner: Bitten Sie bei der Probefahrt darum, den Motor im völlig kalten Zustand zu hören. Jedes deutlich rasselnde, klickende oder metallisch klappernde Geräusch aus dem Motorraum kann auf lockere Kettenspanner oder eine gelängte Steuerkette hindeuten. Dies ist eine Schwachstelle, die bei Ignorieren zur Zerstörung des gesamten Aggregats führt.
  • Defekte am Getriebeölkühler: Wenn Sie ein Modell mit der 7-Gang-Automatik wählen, prüfen Sie die Farbe der Kühlflüssigkeit. Gelegentlich kommt es vor, dass der integrierte Kühler des Getriebekreislaufs reißt, wodurch Motorkühlmittel in das Getriebeöl gelangt. Wenn das Auto beim Einlegen des Rückwärtsgangs zögert oder unsauber schaltet, suchen Sie lieber nach einem anderen Exemplar.
  • Belastung der Kupplung bei Schaltgetrieben: Einige Fahrer empfinden die Standardkupplung beim Schaltgetriebe angesichts der hohen Zugkraft als etwas unterdimensioniert. Wenn Sie wissen, dass Sie täglich mit Baumaschinen rückwärts bergauf fahren müssen, ist die Automatik mit hydrodynamischem Wandler die vernünftigere und sanftere Wahl.

Die Variante 2.3 dCi Bi-Turbo ist daher absolut ideal für Unternehmer, die ein Familienauto und einen Firmen-Pickup in einem suchen. Er eignet sich eher für Autobahnetappen und regelmäßige Langstreckenfahrten, wo Sie seine hohe Leistung, den akustischen Komfort in der Kabine und die Geschmeidigkeit des innovativen Fahrwerks voll zu schätzen wissen.

Realer Kraftstoffverbrauch

Bei Pick-ups wie dem Mitsubishi L200 und dem Nissan Navara klafft traditionell eine recht große Lücke zwischen dem offiziell angegebenen Kraftstoffverbrauch und der realen Praxis. Der enorme Luftwiderstand, das hohe Leergewicht und die robusten Allradsysteme fordern ihren Tribut, den Labortests nicht zuverlässig simulieren können. Um ein objektives Bild der tatsächlichen Betriebskosten zu erhalten, stützen wir uns daher auf reale Nutzerdaten des spezialisierten Community-Portals Spritmonitor.de, auf dem Fahrer ihre tatsächlichen Tankvorgänge langfristig dokumentieren. Die unten aufgeführten Werte beziehen sich auf die derzeit gefragtesten Gebrauchtwagen im Alter von etwa vier Jahren – also auf die Generation D231 beim Navara und die dritte moderne Generation des L200.

Modell und MotorisierungDurchschnittsverbrauch (l/100 km)
Nissan Navara 2.3 dCi 120 kW8,5
Nissan Navara 2.3 dCi 140 kW9,2
Mitsubishi L200 2.2 DI-D 110 kW9,2
Mitsubishi L200 2.4 DI-D 133 kW9,5

Bei der Interpretation dieser Daten wird auf den ersten Blick deutlich, dass beide Hersteller ausschließlich auf Dieselmotoren setzen, was in dieser Klasse absoluter Standard ist. Der Nissan Navara geht aus dem Vergleich als die geringfügig sparsamere Wahl hervor. Sein Biturbo-Motor 2.3 dCi schafft es trotz ordentlicher Leistung, den Durchschnittsverbrauch unter neun Liter zu drücken, insbesondere in der schwächeren 120-kW-Version. Der Mitsubishi L200 schneidet etwas schlechter ab. Das ältere und stärkere 2.4 DI-D-Aggregat genehmigt sich üblicherweise neuneinhalb Liter. Die spätere Modernisierung, die dem L200 den den strengeren Abgasnormen entsprechenden 2.2 DI-D-Motor (110 kW) bescherte, senkte den Verbrauch zwar leicht, dennoch liegen die Durchschnittswerte real weiterhin über der Neun-Liter-Marke. Überraschend mag daher die Tatsache sein, dass selbst moderne kleinvolumige Turbodiesel bei diesen schweren Fahrzeugen die Physik nicht völlig überlisten können und der Verbrauch nicht so deutlich sinkt, wie es die Werksangaben versprechen würden.

Für den typischen Nutzer bedeutet das nur eines – die Kraftstoffkosten werden nicht gerade niedrig sein, unabhängig von der Modellwahl. Wenn Sie planen, den Pick-up primär für Autobahnfahrten zu nutzen, müssen Sie damit rechnen, dass der Verbrauch ab einer Geschwindigkeit von 110 km/h aufgrund der Karosserieform steil ansteigt und leicht zweistellige Werte erreicht. Eine ähnliche Situation ergibt sich im Stadtverkehr mit häufigem Anfahren oder bei Fahrten in anspruchsvollem Gelände. Wenn Sie hingegen mit gleichmäßigem Tempo auf Landstraßen unterwegs sind, lässt sich bei beiden Autos die Acht-Liter-Marke annähern. Für budgetorientierte Käufer und Firmenflotten, die jeden Liter Diesel kalkulieren, mag der schwächere Navara die etwas freundlichere Wahl sein, doch die Unterschiede sind keineswegs gewaltig.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Nissan Navara im Realbetrieb zwar geringfügig sparsamer ist, der reine Kraftstoffverbrauch bei der Entscheidung zwischen diesen beiden Arbeitstieren jedoch definitiv nicht die Hauptrolle spielen sollte. Der Unterschied von weniger als einem Liter auf hundert Kilometer verliert sich sehr schnell in den Gesamtkosten für Wartung, robuste Reifen und Service. Die Wahl sollte daher eher von persönlichen Vorlieben in Bezug auf Fahrkomfort auf der Straße, Geländegängigkeit oder die Ladekapazität der Pritsche abhängen.

Preisbereich und Gebrauchtwagenangebot

Gebrauchtwagen-Preisvergleich: Mitsubishi L200 vs. Nissan Navara

Der Markt für gebrauchte Pick-ups ist sehr spezifisch, da es sich größtenteils um robuste Arbeitsgeräte handelt, die ihren Restwert ungewöhnlich gut halten. Wenn Sie auf dem Gebrauchtwagenmarkt nach einem Fahrzeug suchen, das etwa 4 Jahre alt ist (also die Jahrgänge 2021 bis 2022), sehen Sie einen sehr interessanten Querschnitt. Bei beiden Herstellern stellen diese Jahrgänge zudem das Ende des offiziellen europäischen Verkaufs beliebter Generationen dar (L200 Series 6 und Navara D23), was ihre Attraktivität und ihren Preis weiter stabilisiert.

Orientierungshilfe Preisspanne (Jahrgänge 2021–2022)

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Marktpreise für diese Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Die konkreten Beträge hängen immer von der gewählten Ausstattung, dem Kabinentyp (vollwertiger Double Cab vs. Arbeitsversion Club/King Cab), der Gesamtlaufleistung sowie dem Grad der bisherigen arbeitsbedingten Abnutzung ab.

ModellArbeitsversion (Basisausstattung)Top-Versionen (Lifestyle und Vollausstattung)Durchschnittspreis
Mitsubishi L200 (Series 6)21.000 – 25.000 €27.000 – 35.000 €28.000 €
Nissan Navara (D23)23.000 – 27.000 €29.000 – 37.000 €30.000 €

Was Sie beim Mitsubishi L200 (6. Generation) erwartet

Der Mitsubishi L200 mit dem 2.2 DI-D Dieselmotor ist auf dem Markt besonders wegen seiner legendären Zuverlässigkeit und dem erstklassigen Allradantrieb Super Select gefragt. Bei vierjährigen Gebrauchten sollten Sie sich auf zwei Hauptkategorien von Angeboten einstellen:

  • Echte Arbeitstiere (ab 21.000 €): Versionen mit verlängerter Kabine und Basisausstattung (z. B. Ausstattungslinie Invite). Sie sind preislich am erschwinglichsten, haben aber oft ein anspruchsvolles Leben auf Baustellen oder in hartem Gelände hinter sich. Meist fehlen ihnen teurere Ausstattungsmerkmale.
  • Fahrzeuge für einen aktiven Lebensstil (27.000 – 35.000 €): Double Cab Versionen in den hohen Ausstattungslinien Intense oder Instyle. Diese sind meist mit Automatikgetriebe, besseren Materialien im Innenraum und oft mit einem teuren Hardtop für die Ladefläche ausgestattet. Diese Fahrzeuge dienten überwiegend der Freizeitgestaltung und befinden sich daher meist in einem viel gepflegteren Zustand.

Was Sie beim Nissan Navara (D23) erwartet

Der Nissan Navara mit dem robusten 2.3 dCi Motor (meist in der bevorzugten Bi-Turbo-Version mit 140 kW / 190 PS) lockt Käufer durch seine einzigartige Mehrlenker-Hinterachse an. Diese sorgt für einen höheren Fahrkomfort auf normalen Straßen im Vergleich zu den meisten mit Blattfedern gefederten Konkurrenten.

  • Nutzfahrzeug-Varianten (ab 23.000 €): Weniger gut ausgestattete Modelle mit der Basismotorisierung und King Cab Karosserie erfüllen die Rolle des günstigeren Arbeitstiers. Diese Modelle verschwinden jedoch relativ schnell vom Markt.
  • Voll ausgestattete Reiseschiffe (29.000 – 37.000 €): Am oberen Ende des Spektrums finden Sie die beliebten Versionen in der Tekna-Ausstattung oder optisch markante limitierte Editionen wie den N-Guard. In diesem Fall konkurriert ein gebrauchter Navara mit Lederausstattung, fortschrittlichem 360°-Kamerasystem und einem stärkeren Fokus auf den Passagierkomfort problemlos mit großen SUVs.

Bewertung des Restwerts

Beide japanischen Pick-ups aus den Jahren 2021 und 2022 widerstehen dem Wertverlust deutlich besser als herkömmliche Familienautos. Der Nissan Navara ist im Durchschnitt die etwas teurere Wahl, was aus seiner etwas stärkeren Premium-Ausrichtung auf die tägliche private Nutzung resultiert. Im Gegensatz dazu wird der Mitsubishi L200 als orthodoxeres Geländefahrzeug angesehen und bietet auf dem Gebrauchtwagenmarkt oft ein günstigeres Verhältnis von Anschaffungspreis zu grobem Nutzwert und Geländegängigkeit.

Bewährte Arbeitstiere, die ihren Wert behalten 💰

Beide Pick-ups halten ihren Wert auf dem Gebrauchtwagenmarkt sehr gut; der L200 dient dabei als unermüdliches und preislich etwas erschwinglicheres Arbeitstier fürs Gelände, während der Navara gegen einen geringen Aufpreis Käufer gewinnt, die mehr persönlichen Komfort auf normalen Straßen bevorzugen.

Sicherheit und Euro NCAP Bewertung

Obwohl viele moderne Fahrzeuge heutzutage routinemäßig Fünf-Sterne-Bewertungen von Euro NCAP erreichen und beide Pick-ups bei anderen globalen Sicherheitsorganisationen tatsächlich die Höchstwertung von fünf Sternen erzielt haben, erhielten sie im europäischen Standardtest jeweils sehr solide vier Sterne. Beim Vergleich der Sicherheit von Gebrauchtwagen ist es jedoch absolut entscheidend, den Kontext und das Testjahr zu berücksichtigen. Die Methodik und die Testprotokolle von Euro NCAP entwickeln sich ständig weiter und werden drastisch verschärft. Prozentuale Ergebnisse aus älteren Tests lassen sich daher nicht direkt mit den Bewertungen neuester Modelle vergleichen.

Sowohl der Mitsubishi L200 als auch der Nissan Navara absolvierten ihre offiziellen europäischen Crashtests im selben Jahr, nämlich 2015. Ihre Ergebnisse sind daher untereinander objektiv vergleichbar, die Tests wurden jedoch logischerweise nicht nach den neuesten Protokollen durchgeführt. Die damaligen Prüfungen umfassten nicht die heutigen extrem strengen Kriterien wie die moderne Radfahrererkennung, komplexe Simulationen von Kollisionen an Kreuzungen oder den Einsatz anspruchsvollerer mobiler Barrieren für den Frontalaufprall. Aus Sicht aktueller Normen ist die offizielle Zertifizierung aus dem Jahr 2015 bei etwa vier Jahre alten Gebrauchtwagen beider Modelle somit formal abgelaufen.

Der Mitsubishi L200 bewies in seinem Test eine hochstabile Kabinenkonstruktion. Er bietet einen sehr zuverlässigen Primärschutz mit einem leichten prozentualen Vorsprung bei der Sicherheit von Erwachsenen und Kindern gegenüber seinem Konkurrenten. Die Schwachstelle des Fahrzeugs war der Bereich der Sicherheitsassistenten, dessen Punktzahl durch das damalige Fehlen eines serienmäßigen fortschrittlichen autonomen Notbremssystems deutlich gemindert wurde. Im Kontext von Gebrauchtwagen bedeutet dies, dass die mechanische Festigkeit des Fahrzeugs hervorragend ist, das Niveau der elektronischen Sicherheitselemente jedoch dem damaligen Durchschnitt entspricht.

Der Nissan Navara verlor in den Tests einige wenige Prozentpunkte im Bereich des rein passiven Insassenschutzes. Dieses geringfügige Defizit konnte er jedoch durch ein etwas besseres Ergebnis beim Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer (Fußgänger) und vor allem durch eine höhere Bewertung in der Kategorie der Sicherheitsassistenten überzeugend kompensieren. Der Einsatz elektronischer Systeme zur Unfallvermeidung verschaffte dem Sicherheitspaket des Navara im Rahmen der Methodik von 2015 einen klaren Vorteil.

ParameterMitsubishi L200Nissan Navara
Testjahr20152015
Schutz von Erwachsenen (Adult occupant protection)81 %79 %
Schutz von Kindern (Child occupant protection)84 %78 %
Schutz ungeschützter Verkehrsteilnehmer (Vulnerable road user)76 %78 %
Sicherheitsassistenten (Safety assist systems)64 %68 %

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass beide Fahrzeuge bei etwa vier Jahre alten Exemplaren ein stabiles und sehr ähnliches Niveau an passiver Sicherheit bieten, das ihrer Entstehungszeit angemessen ist. Wenn Sie bei der Auswahl eine möglichst robuste Kabinenstruktur und einen um einige Prozent besseren Schutz für die Insassen direkt beim Aufprall bevorzugen, hat der Mitsubishi L200 leicht die Nase vorn. Wenn Sie jedoch umfassendere Assistenzsysteme und geringfügig modernere Technologien zur Vermeidung von Kollisionen mit Fußgängern nach aktuelleren Standards wünschen, stellt der Nissan Navara die etwas modernere Wahl dar.

Ausgeglichenes Duell mit Vorteil bei den Assistenten für den Navara 🛡️

Während der Mitsubishi L200 durch eine steifere Karosserie und einen geringfügig besseren Insassenschutz in der Kabine besticht, bietet der Nissan Navara eine etwas modernere elektronische Ausstattung und zuverlässigere Assistenzfunktionen.

Vergleich interessanter Ausstattungsmerkmale

Zusätzlich zur Standardausstattung bietet jedes der Modelle mehrere einzigartige Merkmale, die für den Kunden entscheidend sein können, wobei jedes Modell seinen eigenen Ansatz für den Mehrwert verfolgt. Während Mitsubishi auf eine kompromisslose Offroad-Ausstattung und ein ausgeklügeltes Antriebssystem setzt, bringt Nissan den Komfort klassischer SUVs und clevere Lösungen für den Lastentransport in die Welt der Arbeitsmaschinen.

Mitsubishi L200: Unverwüstliches Arbeitstier mit fortschrittlichem Allradantrieb

  • Allradantrieb Super Select 4WD-II: Dieses System ist in der Welt der Pick-ups ein enormer Wettbewerbsvorteil. Dank des Mitteldifferenzials ermöglicht es den permanenten Allradantrieb (4H-Modus) auch auf trockenem Asphalt, ohne das Risiko von Schäden am Antriebsstrang. Dies erhöht die Sicherheit auf nasser oder verschneiter Fahrbahn erheblich. Natürlich fehlen auch Differenzialsperren und eine Geländeuntersetzung (4LLc) nicht.
  • Elektronische Offroad-Modi: In höheren Ausstattungslinien wird das System durch einen Wahlschalter für Offroad-Modi (Gravel, Mud/Snow, Sand, Rock) ergänzt. Diese Modi passen Traktion, Gasannahme und die Schaltcharakteristik des Automatikgetriebes intelligent an. Für die sichere Bewältigung steiler Abfahrten sorgt der Bergabfahrassistent (Hill Descent Control).
  • Dynamic Shield Design: Die markante Frontmaske mit den hoch angesetzten, schmalen Scheinwerfern verleiht dem Fahrzeug nicht nur ein aggressives Aussehen, sondern ist ein funktionales Designelement. Die höhere Positionierung schützt die Optik vor Steinschlag und vor Wasser bei tiefen Watfahrten.
  • Überdurchschnittliche Wendigkeit: Der Mitsubishi L200 zeichnet sich seit langem durch einen hervorragenden Wendekreis (5,9 Meter) aus. Unter seinen robusten Konkurrenten gehört er zu den manövrierfähigsten Fahrzeugen, was der Fahrer sowohl in engen Stadtgassen als auch auf schmalen Waldwegen zu schätzen weiß.
  • Sicherheitselektronik (UMS): Eine Besonderheit in der Ausstattung ist das UMS-System (Ultrasonic Misacceleration Mitigation). Dieses erkennt mittels Ultraschallsensoren Hindernisse und kann die Motorleistung drosseln oder das Fahrzeug abbremsen, falls der Fahrer beim Parken oder Anfahren versehentlich das Gas- statt des Bremspedals betätigt, wodurch das Risiko kleinerer „Parkrempler“ eliminiert wird.

Nissan Navara: Komfortabler Innovator mit cleveren Details

  • Mehrlenker-Hinterachse (Multi-Link): Nissan hat bei den Versionen mit Double Cab-Karosserie die traditionellen und oft unruhigen Blattfedern durch eine anspruchsvollere Hinterradaufhängung mit Schraubenfedern (Fünflenker-Achse) ersetzt. Das Ergebnis ist ein für diese Klasse beispielloser Fahrkomfort, der in seiner Geschmeidigkeit und dem Schluckvermögen von Unebenheiten herkömmlichen Familien-SUVs nahekommt, ohne dass die Nutzlast von über 1 Tonne darunter leidet.
  • Verzurrsystem Utili-track: Eine clevere und sehr praktische Lösung für den Laderaum. Das System besteht aus robusten Schienen, die in die Seitenwände der Ladefläche eingelassen sind und in denen sich massive Aluminiumösen verschieben lassen. Die Sicherung von atypischer, zerbrechlicher oder instabiler Ladung ist dadurch viel flexibler und sicherer als bei fest installierten Verzurrösen.
  • Zero-Gravity-Sitze: Bei den Vordersitzen nutzten die Ingenieure Erkenntnisse der NASA über die ideale Körperhaltung in der Schwerelosigkeit. Die spezifische Formgebung der Sitzflächen und Lehnen bietet eine optimale Unterstützung der Wirbelsäule, was die Ermüdung von Fahrer und Beifahrer bei mehrstündigen Fahrten radikal reduziert.
  • Panorama-Kamerasystem (Around View Monitor): Ein System aus vier Kameras kann auf dem Infotainment-Display eine 360°-Vogelperspektive der unmittelbaren Fahrzeugumgebung erzeugen. Dieses Merkmal findet sich in höheren Ausstattungslinien und ist unschätzbar wertvoll beim präzisen Einparken des großen Pick-ups, beim sicheren Rückwärtsheranfahren an einen Anhänger sowie beim langsamen Manövrieren in schwerem Gelände.
  • Attraktive Editionen N-Guard und PRO-4X: Während die Basisversionen als reinrassige Arbeitsgeräte fungieren, zielen die speziellen Ausstattungslinien auf die Lifestyle-Nutzung ab. Sie ergänzen das Exterieur um dunkle Designakzente, spezifische Offroad-Reifen, Schutzfolierungen sowie Kontrastnähte im Interieur und unterstreichen den sportlicheren und „robusteren“ visuellen Charakter des Fahrzeugs.

Wichtige Vor- und Nachteile

Mitsubishi L200

Vorteile

Hervorragendes Allradsystem Super Select II (ermöglicht 4x4-Fahrt auch auf trockenem Asphalt)

Kleinerer Wendekreis erleichtert das Manövrieren in der Stadt und in engen Räumen

Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Gebrauchtwagenmarkt

Bewährter, zuverlässiger und mechanisch robuster 2.2 DI-D Dieselmotor

Expressives und modernes Außendesign bei den Versionen nach der letzten Modernisierung

Nachteile

Geringere maximale Anhängelast (3,1 Tonnen) im Vergleich zum Klassenstandard

Weniger Fahrkomfort bei leerer Ladefläche aufgrund der steifen Blattfedern hinten

Engeres Platzangebot auf den Rücksitzen und ein insgesamt veraltetes Infotainment-System

Mitsubishi L200 ist die ideale Wahl für Nutzer, die ein erschwingliches, wendiges und sehr leistungsfähiges Arbeitsgerät mit hervorragender Geländegängigkeit suchen. Dank des ausgeklügelten Allradantriebs und der großartigen Manövrierfähigkeit glänzt er unter anspruchsvollen Bedingungen, auch wenn er bei der absoluten Zugkraft und der digitalen Ausstattung leicht zurückbleibt.

Nissan Navara

Vorteile

Außergewöhnlicher Fahrkomfort für Pick-up-Verhältnisse dank der Mehrlenker-Hinterachse mit Schraubenfedern (bei der Double Cab Version)

Spitzenmäßige Anhängelast für gebremste Anhänger von bis zu 3,5 Tonnen

Leistungsstarker und kultivierter 2.3 dCi Dieselmotor mit Biturbo-Aufladung

Hochwertiger verarbeiteter Innenraum mit einer Ergonomie, die klassischen SUVs nahekommt

Besseres Platzangebot und mehr Komfort für Passagiere in der zweiten Sitzreihe

Nachteile

Die Einstellung des Modellverkaufs in Europa könnte die künftige Verfügbarkeit spezifischer Teile erschweren und den Restwert senken

Die komfortable Hinterachse neigt dazu, bei maximaler Zuladung spürbar einzusinken

Schwergängigere und langsamere Lenkung bei niedrigen Geschwindigkeiten verschlechtert die Wendigkeit

Höhere Anschaffungspreise für besser ausgestattete Gebrauchtwagen im Vergleich zum L200

Der Nissan Navara stellt einen perfekten Kompromiss zwischen einem harten Arbeitstier und einem komfortablen Familienauto dar, vor allem dank seines einzigartigen Fahrwerks und des starken Motors. Er wird am meisten von Fahrern geschätzt, die regelmäßig schwere Anhänger ziehen, aber gleichzeitig ein kultiviertes Fahrverhalten auf normalen Straßen für das tägliche Reisen verlangen.

Häufige Mängel und Beschwerden von Besitzern

Basierend auf langjährigen Erfahrungen der Besitzer, Werkstattberichten, Pannenstatistiken und detaillierten Daten aus unserem Gebrauchtwagencheck haben wir eine Übersicht der häufigsten Probleme zusammengestellt, auf die Sie bei beiden Pick-ups auf dem Gebrauchtwagenmarkt achten sollten.

Mitsubishi L200

Die seit 2019 verkaufte Generation (oft als 6. Generation bezeichnet) gilt als sehr robustes Arbeitstier. Erhöhte Aufmerksamkeit sollte jedoch den Auswirkungen vernachlässigter Wartung und modernen Emissionssystemen gewidmet werden.

  • Motor und Abgassystem: Die mit Abstand häufigsten Probleme bei den 2.2 DI-D Motoren werden durch den Dieselpartikelfilter (DPF) verursacht. Wenn das Fahrzeug hauptsächlich auf Kurzstrecken eingesetzt wird und die Regeneration nicht rechtzeitig abgeschlossen werden kann, verstopft der Filter schnell. Relativ häufig sind auch Probleme mit einfrierenden oder fehlerhaften AdBlue-Einspritzsystemen sowie übermäßige Verkokung im AGR-Ventil.
  • Getriebe: Automatikgetriebe mit Drehmomentwandler reagieren empfindlich auf regelmäßige Ölwechsel (ideal alle 60.000 km). Bei vernachlässigter Wartung oder wenn das Fahrzeug regelmäßig schwere Anhänger gezogen hat, können sie nach Überschreiten der 100.000-km-Marke beim Schalten spürbar ruckeln. Manuelle Getriebe können einen beschleunigten Verschleiß der Synchronringe aufweisen.
  • Fahrwerk und Karosserie: Bei häufiger Überladung der Ladefläche kommt es zur Ermüdung der hinteren Blattfedern, die unangenehm zu quietschen beginnen oder sogar brechen können. Bei der physischen Inspektion des Autos ist es zudem entscheidend, das Fahrwerk auf Oberflächenkorrosion und Rahmenschäden durch Steinschläge bei Geländefahrten zu prüfen.
  • Elektronik: Bei den elektronischen Defekten nennen Besitzer am häufigsten ausfallende ABS-Sensoren, die das Aufleuchten von Warnleuchten auslösen, sowie gelegentliches Einfrieren des Infotainment-Bildschirms.

Mitsubishi L200: Zuverlässiger Arbeiter mit kleinen Macken

Der Mitsubishi L200 ist ein mechanisch außerordentlich robustes Auto. Seine größten Schwächen sind die empfindlicheren Emissionssysteme (DPF, AdBlue), denen häufige Kurzstreckenfahrten nicht gut tun, sowie die Anfälligkeit des Rahmens für Korrosion bei fehlender zusätzlicher Hohlraumversiegelung oder Unterbodenschutz.

Nissan Navara

Der Nissan Navara (Generation D23/NP300 bis 2021) brachte dank seines fortschrittlichen Fahrwerks revolutionären Fahrkomfort in die Welt der Pick-ups. Diese Technik fordert jedoch ihren Preis in Form spezifischer Servicekosten.

  • Motor und Aufladung: Bei den 2.3 dCi Dieselaggregaten werden nach einer Laufleistung von etwa 120.000 bis 180.000 km häufig Defekte an den Turboladern gemeldet (bei der leistungsstärkeren Version sind es gleich zwei). Diese äußern sich durch Pfeifen, erhöhten Ölverbrauch und Leistungsabfall. Ein weiteres chronisches Problem sind Ölundichtigkeiten am Steuergehäusedeckel.
  • Kühlung und Getriebe: Bei Automatikgetrieben besteht das bekannte Risiko eines Risses im integrierten Ölkühler. In diesem Fall gelangt Motorkühlmittel direkt in das Getriebe, was es irreversibel zerstören kann (der Verlust der Rückwärtsgangfunktion ist meist das erste Anzeichen). Bei den manuellen Getrieben beschweren sich Besitzer hingegen über eine unterdimensionierte Kupplung, die bei häufigem Anhängerbetrieb schnell verschleißt.
  • Fahrwerk: Die Double Cab Versionen verwenden eine komfortable Hinterachse mit Schraubenfedern. Der Preis für die hervorragenden Fahreigenschaften ist die Tatsache, dass bei größerer Beladung der Pritsche oder beim Ankoppeln eines schweren Anhängers das Heck des Fahrzeugs "einsinkt" und die Lenkung spürbar an Präzision verliert. Stoßdämpfer und Federn verschleißen hier schneller als Blattfedern.
  • Interieur: Der Navara hat mit weniger langlebigen Materialien in der Kabine zu kämpfen. Relativ früh reißt und schält sich das Kunstleder an der Seitenwange des Fahrersitzes (beim Einsteigen), und auch ein Lockern und Quietschen der Mittelarmlehne ist häufig zu beobachten.

Nissan Navara: Komfortabel, erfordert aber Umsicht

Der Navara bietet exzellenten Fahrkomfort, Käufer sollten jedoch auf den Zustand der Turbolader, Leckagen von Betriebsflüssigkeiten und eine mögliche Ermüdung der Hinterachse achten, falls das Fahrzeug in der Vergangenheit zum Ziehen schwerer Anhänger genutzt wurde.

Tipps für den Kauf eines Gebrauchtwagens

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens ist eine gründliche Inspektion entscheidend. Hier sind einige spezifische Punkte, auf die Sie bei diesen beiden Modellen achten sollten, um das Risiko versteckter Mängel und teurer Reparaturen zu minimieren.

Bei der Auswahl eines Mitsubishi L200:

  • Allradantriebssystem Super Select II: Testen Sie während der Probefahrt das Umschalten aller Allradmodi (2H, 4H, 4HLc, 4LLc). Der Übergang zwischen den Modi muss reibungslos und ohne starke Stöße oder mechanische Geräusche vom Fahrwerk erfolgen. Wenn die Kontrollleuchte am Armaturenbrett lange blinkt und der Modus nicht einrastet, deutet dies auf einen festsitzenden Mechanismus oder vernachlässigte Wartung hin.
  • Dieselpartikelfilter (DPF) und AdBlue-System: Der 2.2 DI-D Motor, der typisch für etwa 4 Jahre alte Modelle ist, reagiert sehr empfindlich auf häufige Kurzstreckenfahrten in der Stadt. Diese führen zu einer schnellen Verstopfung des DPF. Achten Sie darauf, ob das Fahrzeug einen Fehler im Abgassystem meldet oder in den Notlaufmodus geht.
  • Fahrwerksprüfung und Korrosion: Da der L200 ein reinrassiges Arbeitstier ist, das oft abseits befestigter Straßen eingesetzt wird, ist eine gründliche physische Inspektion des Gebrauchtwagens auf der Hebebühne unerlässlich. Suchen Sie nach Dellen an den Schutzabdeckungen, Öllecks an den Differentialen und achten Sie auf Oberflächenkorrosion oder beginnende Tiefenkorrosion am Leiterrahmen.
  • Verhalten des Automatikgetriebes: Die Sechsgang-Automatik sollte die Gänge sanft wechseln, auch wenn sie noch nicht warmgelaufen ist. Testen Sie während der Fahrt verschiedene Beschleunigungsstufen. Deutliches Ruckeln, Verzögerungen beim Herunterschalten oder rutschende Lamellen bedeuten das Risiko einer teuren Überholung.

Bei der Auswahl eines Nissan Navara:

  • Zustand der Hinterradaufhängung und der Schraubenfedern: Die beliebten Double Cab-Versionen verwenden eine komfortablere Fünflenker-Aufhängung. Wenn der Vorbesitzer die Ladefläche jedoch regelmäßig mit Baumaterial überladen hat, können die Federn ermüdet sein, und das Heck des Fahrzeugs wird deutlich tiefer „sitzen“ als die Front. Achten Sie auch darauf, ob bei Unebenheiten Schläge von der Hinterachse zu hören sind.
  • Motorverhalten des 2.3 dCi und Zustand der Turbolader: Achten Sie besonders bei der beliebteren Bi-Turbo-Variante mit Doppelaufladung (140 kW) genau auf den Durchzug des Motors. Ein lautes Pfeifen oder Brummen beim Gasgeben kann auf verschlissene Turbolader hindeuten. Öffnen Sie auch die Motorhaube und prüfen Sie auf eventuelle Öllecks.
  • Kupplungstest beim Schaltgetriebe: Erwarten Sie beim Schaltgetriebe einen etwas schwergängigeren Pedalweg, aber der Schleifpunkt muss vorhersehbar und sanft sein. Versuchen Sie, an einer langen Steigung in einem höheren Gang (z. B. 4. oder 5. Gang) zu beschleunigen. Wenn die Motordrehzahl unverhältnismäßig ansteigt, das Auto aber nicht entsprechend beschleunigt, ist der Kupplungssatz am Ende seiner Lebensdauer.
  • Zustand des Rahmens und der Kardanwelle: Obwohl die neuere Generation des Navara nicht so oft unter Rahmenbrüchen leidet wie ihre Vorgänger, sollte eine professionelle unabhängige Prüfung des technischen Zustands die Rahmengeometrie, Spuren von Unfallreparaturen und Spiel in den Kreuzgelenken der Kardanwelle überprüfen. Diese äußern sich bei der Probefahrt meist als Dröhnen und Vibrationen bei höheren Geschwindigkeiten.

FAQ: Die häufigsten Fragen

Der Nissan Navara nutzt in der Double Cab-Version eine Mehrlenker-Hinterradaufhängung mit Schraubenfedern, was ihm einen deutlich besseren und geschmeidigeren Fahrkomfort auf befestigten Straßen verleiht. Der Mitsubishi L200 setzt auf traditionelle Blattfedern, die zwar extrem robust für schwere Lasten sind, aber die Fahrt mit leerer Ladefläche ist bei ihnen spürbar unruhiger.

Der Mitsubishi L200 verfügt in den höheren Ausstattungsvarianten über das fortschrittliche Super Select II-System, das dank eines Mitteldifferenzials einen permanenten Allradantrieb auch auf trockenem Asphalt ermöglicht. Der Nissan Navara nutzt einen klassischen zuschaltbaren Allradantrieb, der strikt nur für rutschige Oberflächen und unbefestigte Wege vorgesehen ist.

Der Nissan Navara kann in all seinen gängigen Spezifikationen einen gebremsten Anhänger mit einem maximalen Gewicht von 3.500 kg ziehen. Der Mitsubishi L200 hat oft eine auf 3.100 kg begrenzte Anhängelast, und die vollen 3,5 Tonnen werden legal nur bei spezifischen Varianten unter Erfüllung zusätzlicher Bedingungen (z. B. dreiachsiger Anhänger) angeboten.

Der Mitsubishi L200 hat im schweren Gelände einen leichten Vorteil durch sein geringeres Gesamtgewicht, den kürzeren Radstand und den hervorragenden Antrieb mit der Möglichkeit, Differenziale zu sperren. Der Nissan Navara ist abseits der Straße zwar ebenfalls eine sehr leistungsfähige Maschine, aber seine insgesamt größeren Außenmaße und längeren Überhänge machen ihn auf engen Waldwegen etwas weniger wendig.

Beide Fahrzeuge bewegen sich in der Praxis mit einem Durchschnittsverbrauch zwischen 8 bis 9 Litern Diesel auf 100 km. Der 2.3 dCi-Motor im Nissan ist auf der Autobahn dank besserer Karosserie-Aerodynamik und längerer Übersetzungen etwas sparsamer. Im Gegensatz dazu zeichnet sich der neuere 2.2 DI-D-Motor im Mitsubishi eher bei niedrigeren Geschwindigkeiten und auf normalen Landstraßen durch eine bessere Effizienz aus.

Fazit: Welches Modell wählen?

Unser Urteil

Die Entscheidung zwischen diesen beiden Pick-ups aus dem etwa vierjährigen Gebrauchtwagenangebot hängt primär davon ab, welche Art von Arbeit oder Reisen bei Ihnen überwiegt. Der Mitsubishi L200 stellt dank seines kürzeren Radstands, seiner hervorragenden Wendigkeit und des ausgeklügelten Allradantriebssystems Super Select II ein unermüdliches Arbeitstier dar, das vor allem in anspruchsvollem Gelände und auf engen Wegen glänzt. Der Nissan Navara hingegen profitiert von einer innovativen Hinterachse mit Schraubenfedern, einem stärkeren Biturbo-Motor und einer maximalen Anhängelast von 3,5 Tonnen, wodurch er einen deutlich höheren Fahrkomfort und mehr Sicherheit auf befestigten Straßen bietet. Wenn Sie also ein zuverlässiges und agiles Geländewerkzeug für harte Arbeit suchen, wählen Sie den Mitsubishi, während für das komfortable Abspulen langer Kilometer, das Ziehen schwerer Anhänger und eine vielseitigere Familiennutzung eindeutig der Nissan die bessere Wahl ist.

Finden Sie Ihr ideales Fahrzeug

Quellen: ADAC, auto-motor-und-sport.de, focus.de, ecomento.de, elektroauto-news.net, autoflotte.de

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von Werkzeugen der künstlichen Intelligenz erstellt. Garant der Sektion ist Petr Dušek.

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