Die Wahl des richtigen Motors ist entscheidend für Ihre langfristige Zufriedenheit, da er den realen Verbrauch, die Wartungskosten und die künftige Zuverlässigkeit des Fahrzeugs direkt beeinflusst. Beim Blick auf den Gebrauchtwagenmarkt für etwa vier Jahre alte Fahrzeuge (Baujahr um 2022) sehen wir bei beiden Modellen völlig unterschiedliche technische Ansätze. Während Hyundai bei seiner vierten Generation zum letzten Mal auf traditionelle und robuste Dieselkraft mit großem Hubraum setzte, führte Nissan mit der Einführung der Generation T33 ein revolutionäres Hybridsystem ein, bei dem der Verbrennungsmotor nicht die Rolle des Hauptantriebs übernimmt, sondern lediglich als bordeigenes Kraftwerk fungiert.
Für den Hyundai Santa Fe empfehlen wir: 2.2 CRDi (142 kW / 193 PS oder 148 kW / 202 PS)
Für die vierte Generation des Hyundai Santa Fe ist der 2.2 CRDi Vierzylinder-Diesel der absolute Favorit. Aus Sicht eines Gebrauchtwagenkäufers ist dieser Motor umso wertvoller, da er – wie Marktdaten zeigen – in der neuesten fünften Generation (verfügbar ab 2024) bereits vollständig aus dem Angebot verschwunden ist und ausschließlich durch Benzin-Hybride ersetzt wurde. In einem großen SUV ist er die beste Wahl, da er ein unschlagbares Verhältnis von Nutzwert, Verbrauch und Kraft bei Autobahnfahrten oder Fahrten mit voll beladenem Fahrzeug bietet. Sein technischer Hauptvorteil ist das gewaltige Drehmoment (440 Nm) und die hervorragende Abstimmung mit dem schnell und sanft schaltenden Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (8DCT) mit Nasskupplungen, das die Drehzahl im optimalen Bereich hält. Das größte Betriebsrisiko bei diesem modernen Diesel ist das Verstopfen des Partikelfilters (DPF). Dies geschieht typischerweise bei häufigen Kurzstreckenfahrten in der Stadt, wenn das Abgassystem nicht rechtzeitig warm genug wird, um die erforderliche Regeneration zu starten – bestehen Sie daher beim Kauf immer auf eine Diagnose und die Überprüfung des aktuellen Füllstands des Filters. Der 2.2 CRDi ist die ideale Wahl vor allem für Langstreckenfahrer, Besitzer von Ferienhäusern mit schweren Anhängern und Fahrer mit einem ruhigeren Fahrstil, die ihre Familie oft über weite Strecken transportieren.
Für den Nissan X-Trail empfehlen wir: 1.5 VC-T e-Power (150 kW / 204 PS oder 157 kW / 213 PS e-4ORCE)
Bei etwa vier Jahre alten Nissan X-Trail Fahrzeugen wurde mit dem Erscheinen der Generation T33 (ab 2022) die innovative Hybrid-Motorisierung e-Power zur attraktivsten Wahl. Dieser Antrieb stellt die absolute Spitze des Angebots dar, da er den ansonsten hohen Verbrauch schwerer Benzin-SUVs im Vorort- und Stadtverkehr äußerst elegant und effizient löst. Aus technischer Sicht ist das System eine Rarität – der 1.5 VC-T Dreizylinder-Benziner treibt die Räder nämlich nicht mechanisch an, sondern läuft nur als effizienter Stromgenerator für die Traktions-Elektromotoren. Das Ergebnis ist ein Gefühl wie bei einem reinen Elektroauto mit blitzschneller Reaktion auf das Gaspedal und gleichmäßigem Durchzug ohne Verzögerungen oder Ruckeln eines klassischen Getriebes, wobei die e-4ORCE-Version mit zwei Motoren einen hervorragenden Allradantrieb für den Winter bietet. Ein potenzieller Schwachpunkt könnte nach einigen Jahren die komplexere Elektronik und der Zustand der Traktionsbatterie sein. Achten Sie daher bei einer Probefahrt mit einem Gebrauchten genau auf den Moment, in dem sich der Verbrennungsmotor zuschaltet – der Übergang muss sanft und ohne nennenswerte Vibrationen im Innenraum erfolgen. Vergessen Sie auch nicht, die Funktion des e-Pedals zu prüfen, bei dessen Aktivierung das Auto nach dem Loslassen des Gaspedals durch Rekuperation stark und kontinuierlich abbremsen sollte. Diese Motorisierung ist buchstäblich maßgeschneidert für Fahrer, die die meiste Zeit in städtischen Staus oder auf Landstraßen verbringen und von ihrem SUV maximalen Komfort, Geschmeidigkeit und Ruhe in der Kabine erwarten.