Die Anhängelast bei Ultra-Luxus-SUVs stellt einen interessanten Kontrast dar. Während einige Besitzer diese Fahrzeuge als rein repräsentative Angelegenheit wahrnehmen, ist für andere die Möglichkeit, einen Anhänger anzukoppeln, entscheidend für die allgemeine Praktikabilität und vielseitige Nutzung. Hier unterscheiden sich die Ansätze der beiden untersuchten Modelle aus dem aktuellen Markt für etwa vier Jahre alte Gebrauchtwagen diametral.
Unbegrenzte Kraft britischer Eleganz
Der Rolls-Royce Cullinan (1. Generation, Fokus auf die Jahrgänge 2020–2024) erfüllt die Rolle eines vollwertigen Zugpferds. Seine Werte garantieren absolute Freiheit auf Reisen:
- Die maximale Anhängelast für einen gebremsten Anhänger beträgt großzügige 3300 kg.
- Die Standardlast für einen ungebremsten Anhänger liegt bei klassischen 750 kg.
Diese Parameter gelten zudem für alle verfügbaren Versionen mit dem gewaltigen Zwölfzylindermotor 6.8 V12. Beim Cullinan müssen Sie keine reduzierten Limits befürchten, wie sie bei der Konkurrenz oft durch Hybridvarianten mit schweren Zusatzbatterien entstehen. Die praktischen Auswirkungen dieser Ausstattung sind enorm. Mit dem Fahrzeug ziehen Sie problemlos einen schweren Pferdetransporter, und selbst ein gewöhnlicher Lastenanhänger, der willkommenen Platz für ein paar zusätzliche Koffer bietet, ist für das Auto ein Kinderspiel. Die gesamte Anhängelast ist somit absolut ausreichend für den Wochenendeinkauf sowie für einen längeren Urlaub mit einem sperrigen Wohnwagen.
Italienisches Vollblut ausschließlich für die Straße
Am entgegengesetzten Pol steht der dynamische Ferrari Purosangue (1. Generation, verfügbar ab 2023). Die Automobilschmiede aus Maranello hat dieses revolutionäre SUV von Anfang an rein im Hinblick auf das Erreichen perfekter sportlicher Eigenschaften und einer optimalen Gewichtsverteilung konzipiert. Das Ergebnis ist die Tatsache, dass der Purosangue offiziell über keinerlei zugelassene Anhängelast verfügt. Die technischen Werte für gebremste und ungebremste Anhänger betragen exakt 0 kg, und die Installation einer Anhängerkupplung wird bei diesem Fahrzeug überhaupt nicht angeboten oder vorgesehen.
Was bedeutet das für Käufer?
Das abschließende Fazit für Interessenten dieser exklusiven Gebrauchtwagen ist völlig klar: Wenn Sie von Ihrem Fahrzeug neben erstklassigem Komfort auch die Funktion eines Zugpferds verlangen, ist der Rolls-Royce Cullinan die einzige reale und außerordentlich fähige Wahl. Der Ferrari Purosangue hingegen ist ausschließlich auf Emotionen am Steuer ausgerichtet, und das Ziehen von Lasten stellt für ihn einen inakzeptablen Kompromiss dar, den der Hersteller konsequenterweise vermieden hat.
(Hinweis zur Tabelle: Da das Modell Ferrari Purosangue nicht über die Möglichkeit zum Ziehen eines Anhängers verfügt und für ihn keine zugelassenen Daten existieren, wurde es bewusst aus der Übersicht weggelassen.)