Die Wahl des richtigen Motors ist entscheidend für die langfristige Zufriedenheit mit diesen Sportwagen. Während BMW bei etwa vierjährigen Gebrauchten auf die ständige Evolution und Perfektionierung seines ikonischen 3,0-Liter-Reihensechszylinders mit Biturbo-Aufladung setzt, lockt Jaguar im gleichen Zeitraum entweder mit einem rationalen, aber weniger charakterstarken aufgeladenen Vierzylinder oder im Gegenteil mit einem charismatischen, kompressorgeladenen 5,0-Liter-Achtzylinder. Unsere untenstehenden Empfehlungen basieren auf realen Erfahrungen, der Ausgewogenheit zwischen Alltagsdynamik und realem Verbrauch, Nutzerfeedback sowie der mechanischen Zuverlässigkeit gebrauchter Exemplare.
Für den BMW M4 empfehlen wir: 3.0 I6 TwinPower Turbo (M4 Competition xDrive, 375 kW / 510 PS)
Für die Generation G82 (auf dem Gebrauchtwagenmarkt etwa ab 2021 verfügbar) ist die stärkere Competition-Version in Verbindung mit dem Allradantrieb xDrive eindeutig die beste und gefragteste Wahl. Der aufgeladene Reihensechszylinder mit der Kennung S58 ist ein mechanisches Meisterwerk, das ein massives Drehmoment von 650 Nm über ein extrem breites Drehzahlband liefert. Im Realbetrieb überrascht er zudem mit einem vernünftigen Verbrauch, der bei ruhigerem Autobahntempo bei etwa 10 bis 11 Litern pro 100 km gehalten werden kann. Im Vergleich zur Vorgängergeneration (S55 in der Version F82) ist dieser Motor deutlich robuster, und der Hersteller hat die bekannten Probleme mit der Zentralschraube der Kurbelwelle gelöst. Dennoch erfordert der Motor maximale Pflege – entscheidend ist es, das Ölwechselintervall auf maximal 10 bis 15 Tausend Kilometer zu verkürzen, um einer Degradation des Schmiermittels unter Last vorzubeugen. Die xDrive-Version verleiht dem Wagen eine unglaubliche Traktion und eliminiert so die Nervosität der Hinterachse älterer Modelle. Damit ist er die perfekte Wahl für Fahrer, die einen kompromisslosen Sportwagen suchen, der das ganze Jahr über sicher und effizient einsetzbar ist, auch für weniger erfahrene Piloten.
Für den Jaguar F-Type empfehlen wir: 5.0 V8 Supercharged (P450, 331 kW / 450 PS)
Obwohl bei vierjährigen Gebrauchten (nach der Modernisierung von 2020) auch der leichtere 2,0-Liter-Vierzylinder P300 angeboten wird, empfehlen wir für das wahre Erlebnis eines sportlichen Jaguars eindeutig den kompressorgeladenen 5,0-Liter-Achtzylinder in der Version P450. Dieses Aggregat stellt den absoluten „Sweet Spot“ im Angebot dar – es ist deutlich charakterstärker als der Basis-Vierzylinder und gleichzeitig spürbar erschwinglicher in Anschaffung und Unterhalt als die top-positionierte, extrem harte R-Version (575 PS). Sein technischer Hauptvorteil ist das unmittelbare Ansprechverhalten dank des mechanischen Kompressors, die lineare Leistungsentfaltung und die famose, tiefe Klangkulisse, die einfach zu einem britischen Gran Turismo gehört. Die Zuverlässigkeit des Fünfliters ist in diesen späten Produktionsphasen (Modelljahr 2021 und neuer) sehr gut. Bei der Besichtigung des Fahrzeugs lohnt es sich jedoch, das Kühlsystem detailliert zu prüfen – eine typische, aber lösbare Schwachstelle sind kleine Kühlmittelverluste an der Wasserpumpe oder den Kunststoffrohren im V-Bereich des Motors (es lohnt sich, die Wasserpumpe präventiv um die 100.000-km-Marke zu wechseln). Diese Motorisierung ist ideal für begeisterte Fahrer und Liebhaber von Wochenendausfahrten oder langen Reisen, die ein emotionales Erlebnis und klassische mechanische Rückmeldung der Jagd nach Hundertstelsekunden auf der Rennstrecke vorziehen.