Wenn für Sie bei der Auswahl eines Hochleistungsfahrzeugs Praktikabilität und die Möglichkeit zum Ziehen eines Anhängers entscheidend sind, hat das Duell zwischen dem Audi RS 5 und dem Mercedes-AMG C 63 Coupé sehr spezifische Regeln. Bei typischen Vertretern auf dem Gebrauchtwagenmarkt mit einem Alter von etwa vier Jahren – also den Generationen F5 (Audi) und 205 (Mercedes) – sollten Sie in dieser Hinsicht keine Wunder erwarten. Die offizielle Standard- sowie maximale Anhängelast beträgt bei beiden dieser reinrassigen Sportcoupés exakt 0 kg. Aufgrund der ausladenden Heckdiffusoren, Sportabgasanlagen und der ultimativen Ausrichtung auf Fahrdynamik besitzen die Modelle aus dieser Zeit keine Werkshomologation für die Installation einer Anhängerkupplung.
Die Situation ändert sich jedoch radikal, wenn wir uns andere und neuere Versionen ansehen. Die kommenden Generationen beider Fahrzeuge bringen einen unerwarteten Fortschritt. Während ältere Modelle mit großvolumigen Motoren das Ziehen nicht ermöglichen, bietet die moderne Plug-in-Hybrid-Version Mercedes-AMG C 63 S E PERFORMANCE (Generation 206) eine standardmäßige sowie maximale gebremste Anhängelast von beachtlichen 1800 kg. Ihr steht die brandneue Generation des Audi RS 5 (B10) in nichts nach, bei der der maximale und standardmäßige Wert auf 1900 kg gestiegen ist.
In der Praxis bedeuten diese Generationsunterschiede einen riesigen Schritt nach vorn in der Alltagstauglichkeit. Während man sich bei vierjährigen Gebrauchtwagen ausschließlich auf das interne Kofferraumvolumen verlassen muss, bietet das Ankoppeln eines Anhängers bei moderneren Hybrid- und neueren Modellen flexiblen Platz für mehrere zusätzliche Koffer, was eine Transportkapazität darstellt, die für den Wochenendeinkauf sowie einen längeren Urlaub mit der ganzen Familie reichlich ausreicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anhängelast die Entscheidung zwischen den typischen vierjährigen Gebrauchtwagen beider Fahrzeuge nicht erleichtern wird, da keines von ihnen das Ziehen ermöglicht und für diese Versionen keine Tabellendaten existieren. Wenn das Ziehen jedoch eine absolute Notwendigkeit ist, ist es absolut sinnvoll, den Wechsel zu neueren (oft Plug-in-Hybrid-) Generationen in Betracht zu ziehen, die mit dieser Anforderung überraschend gut umgehen können.