Bei der Auswahl eines Familien- oder Freizeit-SUVs spielt die maximale Anhängelast eine entscheidende Rolle, insbesondere wenn Sie planen, einen Wohnwagen, ein Boot oder einfach nur sperrige Lasten zu ziehen. Auf dem Markt für etwa vier Jahre alte Gebrauchtwagen bieten beide Fahrzeuge in dieser Hinsicht sehr solide Parameter, dennoch gibt es wichtige Unterschiede je nach spezifischer Motorisierung.
Der Audi Q3 (in der relevanten Generation F3) stellt in Bezug auf die Anhängelast eine äußerst variable Wahl dar. Bei gängigen Benzinmotoren, wie der Version 35 TFSI, ist mit einer standardmäßigen gebremsten Anhängelast von 1800 kg zu rechnen. Wenn Sie jedoch zu den stärkeren Dieselversionen greifen (z. B. 40 TDI), kann der Q3 einen gebremsten Anhänger mit einem beachtlichen Gewicht von bis zu 2200 kg ziehen. Im Gegensatz dazu setzt der Mercedes-Benz GLB (Generation 247) auf konsequente Ausgewogenheit – bei der beliebten Verbrennerversion GLB 250 bietet er eine maximale Kapazität von glatten 2000 kg.
Beim Kauf eines Gebrauchtwagens ist jedoch Vorsicht bei Versionen mit alternativen Antrieben geboten, da hier die Grenzwerte deutlich sinken. Wenn Sie sich beim Audi Q3 für die Plug-in-Hybrid-Version 45 TFSI e entscheiden, begrenzt sich die maximale gebremste Anhängelast auf nur 1400 kg. Ein ähnliches Limit erwartet Käufer auch bei den neueren, voll elektrifizierten Varianten von Mercedes (beispielsweise sinkt die Version GLB 250+ EQ auf 1500 kg). Die ungebremste Anhängelast liegt bei der überwiegenden Mehrheit der Spezifikationen beider Modelle beim üblichen gesetzlichen Limit von 750 kg. In der Praxis bedeutet dies für den Fahrer problemlos Platz für ein paar zusätzliche Koffer auf einem normalen Anhänger, was für den Wochenendeinkauf oder einen längeren Urlaub völlig ausreicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Audi Q3 mit seinen 2200 kg bei den Dieselmotorisierungen objektiv die etwas sicherere Wahl ist, wenn Sie regelmäßig schwere Lasten ziehen. Der Mercedes-Benz GLB stellt jedoch mit seinem stabilen Zwei-Tonnen-Maximum einen zuverlässigen Allrounder dar, der die Zugbedürfnisse der überwiegenden Mehrheit der Durchschnittsfahrer spielend abdeckt.